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Unterricht im Fach Deutsch

Fachdidaktische Potentiale eines kritischen Blickes in Bildungspolitik, Forschung und berufsbildende Schule

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Cordula Häntzsch

Das Buch entwickelt Potentiale des Faches Deutsch als Bildungsbeitrag, die fachlich begründet, schülerorientiert und anschlussfähig sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass Unterricht im Fach Deutsch keineswegs als einfach anzusehen ist. Dies zeigen die Diskussionen um den Beitrag zur Bildung der Lernenden, um die Gegenstände des Faches und um die zu vermittelnden Fähigkeiten, welche Ebenen der schulischen Praxis, der fachdidaktischen Forschung und der Bildungspolitik umfassen. Nicht nur Lernende, sondern auch Lehrende bewältigen mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Aussagen zu den Vermittlungszielen des Faches und müssen eine Vermischung von fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Ansätzen durchschauen. Cordula Häntzsch zeigt hier Möglichkeiten auf, um Bildungsdebatten konstruktiv fortzuführen.
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1 Und wieder eine Arbeit zum Unterrichtsfach Deutsch

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1.1 Gibt es Probleme?

„Dem Fach Deutsch kommt in der Schule über die Vermittlung ästhetischer, literatur- und kulturgeschichtlicher Bildung hinaus eine Schlüsselrolle zu, da die Beherrschung der deutschen Sprache, der Erwerb grundlegender Lese- und Schreibfähigkeiten und der situationsangemessene, sachgerechte und zielgerichtete Gebrauch von Wort und Schrift Voraussetzungen für den Lernerfolg auch in nahezu allen anderen Unterrichtsfächern sind.1“

So heißt es auf einer Internetseite der Kultusministerkonferenz (KMK) zu Allgemeines zum Unterricht in Fach Deutsch. Auf dem ersten Blick bereitet diese Aussage keine Probleme und deckt sich mit dem, was fachdidaktische Forschungsliteratur preisgibt (vgl. beispielsweise Matthiesen, 2011 oder auch Steets, 2011 in Kämper-van den Boogaart, 2011). Dem Unterricht im Fach Deutsch wird somit nicht nur innerhalb des Faches, etwa hinsichtlich der Wichtigkeit der deutschen Sprache und des sicheren Gebrauchs von Wort und Schrift, eine weitreichende Relevanz beigemessen, sondern auch für das erfolgreiche Gelingen des Lernens in anderen Unterrichtsfächern. Damit geht eine hohe Verantwortung auf Ebene der Schulen, für Forschung und auch hinsichtlich zu treffender Bildungsentscheidungen einher.

Bei genauerem Hinsehen ergibt sich jedoch einiges Nachdenkenswerte: Die Vermittlung von ästhetischer, literatur- und kulturgeschichtlicher Bildung scheint durch die Kultusministerkonferenz nicht in Frage gestellt zu werden und ist aus dieser Perspektive als ein legitimierter Bestandteil des Unterrichtsfaches anzusehen. Auch ein Blick in Abhandlungen, in denen Unterrichtsgegenstände im Fach Deutsch reflektiert werden, zeigt, dass nicht nur literarische Werke aus...

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