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Unterricht im Fach Deutsch

Fachdidaktische Potentiale eines kritischen Blickes in Bildungspolitik, Forschung und berufsbildende Schule

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Cordula Häntzsch

Das Buch entwickelt Potentiale des Faches Deutsch als Bildungsbeitrag, die fachlich begründet, schülerorientiert und anschlussfähig sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass Unterricht im Fach Deutsch keineswegs als einfach anzusehen ist. Dies zeigen die Diskussionen um den Beitrag zur Bildung der Lernenden, um die Gegenstände des Faches und um die zu vermittelnden Fähigkeiten, welche Ebenen der schulischen Praxis, der fachdidaktischen Forschung und der Bildungspolitik umfassen. Nicht nur Lernende, sondern auch Lehrende bewältigen mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Aussagen zu den Vermittlungszielen des Faches und müssen eine Vermischung von fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Ansätzen durchschauen. Cordula Häntzsch zeigt hier Möglichkeiten auf, um Bildungsdebatten konstruktiv fortzuführen.
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5 Schreiben im Deutschunterricht

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5.1 Forschungen zum Schreiben

Eine Untersuchung, die Fix (vgl. 2000) hinsichtlich der Revision von Texten in der Schule durchführt, widmet sich der Frage, inwieweit sich das „Spannungsfeld zwischen Instruktion und Selbststeuerung, zwischen Gebundenheit und Offenheit“ (ebd., S. 59) auf das schulische Schreiben auswirkt. Die von Fix vorgenommene Studie befasst sich mit der Erforschung von Schreibfähigkeiten von Schülerinnen und Schülern in der achten Klasse. Sie zielt darauf ab, den Fokus auf die schulischen Bedingungen zu richten, die auf den Schreibprozess einwirken, um prozessorientierte Schreibdidaktik weiterzuentwickeln. Das Besondere an dieser Studie ist, dass ein Vergleich zwischen den Schularten Haupt-, Realschule und Gymnasium erfolgt. Fix stellt fest, dass sich die Texte in den einzelnen Schulformen in der Anzahl der Wörter (vgl. ebd., S. 165), des Umgangs mit der zu verfassenden Textsorte (vgl. ebd., S. 172) wie auch der Fehler in Bezug auf Orthographie, Interpunktion und Grammatik (vgl. ebd., S. 199) deutlich voneinander unterscheiden. Er weist auch nach, dass gezielte und schülerorientierte Angebote zur Revision der von ihnen verfassten Texte, beispielsweise in Form von Schreibkonferenzen (vgl. ebd.), in allen Schularten zu einer Abnahme der Fehlerquoten führt.

Die von Fix durchgeführte Arbeit bezieht sich auf spezifische Bedingungen allgemein bildender Schulen und ist unter Berücksichtigung des für diese relevanten Forschungsinteresses zu betrachten. Fix folgert, dass „die Aussagekraft und Gültigkeit der Analysen beschränkt“ (ebd., S. 55) sei. Weitere Studien, die einem eigenen Forschungsinteresse...

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