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Unterricht im Fach Deutsch

Fachdidaktische Potentiale eines kritischen Blickes in Bildungspolitik, Forschung und berufsbildende Schule

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Cordula Häntzsch

Das Buch entwickelt Potentiale des Faches Deutsch als Bildungsbeitrag, die fachlich begründet, schülerorientiert und anschlussfähig sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass Unterricht im Fach Deutsch keineswegs als einfach anzusehen ist. Dies zeigen die Diskussionen um den Beitrag zur Bildung der Lernenden, um die Gegenstände des Faches und um die zu vermittelnden Fähigkeiten, welche Ebenen der schulischen Praxis, der fachdidaktischen Forschung und der Bildungspolitik umfassen. Nicht nur Lernende, sondern auch Lehrende bewältigen mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Aussagen zu den Vermittlungszielen des Faches und müssen eine Vermischung von fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Ansätzen durchschauen. Cordula Häntzsch zeigt hier Möglichkeiten auf, um Bildungsdebatten konstruktiv fortzuführen.
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6 Zur Notwendigkeit der Frage, was Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsfach Deutsch schreiben – nicht nur in berufsbildenden Schulen

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Aspekte der Schreibforschung, der Schreibentwicklung und des Schreibprozesses tragen zur Weiterentwicklung der Fachdidaktik bei. Sie stellen eine Grundlage dar, um Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Schreibarrangements zu entwickeln und diese im Hinblick auf ihre Zielsetzung zu reflektieren.

Denn Schreibforschung befindet sich – so eine Internetseite der Didaktik Deutsch der Universität Bamberg – in einem „Überschneidungsbereich zwischen Kognitionspsychologie, Textwissenschaft und Fachdidaktik (Deutsch)“133. Somit treffen nicht nur unterschiedliche Forschungsrichtungen zusammen, es rücken ebenfalls verschiedene Schwerpunkte in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Dieses unterteilt sich einerseits in Schreibprozessforschung, die sich auf das Planen, Formulieren und Überarbeiten von Texten bezieht. Andererseits greift Schreibforschung auch Aspekte zur Schreibsozialisation, zum Begriff Schreibkompetenz und zum Handeln in vielfältigen Textsorten auf (vgl. ebd.). Schreibentwicklung beinhaltet, wie etwa Feilke (vgl. 1993) feststellt, Prozesse „der Entwicklung textorientierter Handlungs- und Ausdrucksfähigkeiten“ (ebd., S. 17) in den Blick zu nehmen. Was genau unter Schreibentwicklung zu subsumieren ist, lässt sich allerdings nicht festlegen. Dies resultiert aus einer Vielzahl an Entwicklungskonzepten, die je nach Ausrichtung aus Linguistik, Psycholinguistik oder auch aus Soziologie entwickelt werden, um Schreibkompetenz zu modellieren (vgl. ebd., S. 18-19). Etwa zehn Jahre später legt Weinert einen Kompetenzbegriff vor, welcher in Komposita wie Schreibkompetenz mündet. Denn der Bereich des Schreibens wird gegenwärtig als einer der vier Kompetenzbereiche, die für Deutschunterricht relevant sind, angesehen.

Der Einfluss auf...

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