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Zur individuell-subjektiven Prägung der Bedeutung am Beispiel ausgewählter Ess- und Trinkwaren

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Jolanta Mazurkiewicz-Sokolowska

Die Autorin greift die These des Hauptvertreters der Kognitiven Grammatik, Ronald Langackers über «die Bedeutung als Konzeptualisierung» auf. Die empirische Studie zeigt die Vielfalt und Verschiedenheit der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsinhalte, die die ProbandInnen mit alltäglichen Ausdrücken verbinden und bietet einen Einblick in «die mentalen Welten» einzelner Menschen. Die introspektiv-intersubjektive Methode erlaubt es, die Domänen auszusondern, die im Laufe der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsbildungsprozesse eröffneten mentalen Räume nachzuvollziehen sowie die repräsentationale und prozessuale Seite der Bedeutung mit zu beleuchten.
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Einleitung

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Sprache als mentales Phänomen funktioniert in der Linguistik bereits über eine Jahrhunderthälfte. Seit der von Chomsky aufgeworfenen Frage nach der mentalen Organisation der Sprache auf interdisziplinären Konferenzen zu Problemkreisen der Linguistik und Psychologie Anfang der 50er Jahre des 20. Jhs.1 und seinem ersten Versuch der Lösung dieser Frage in dem Werk „Syntactic structures“ aus dem Jahre 1957 entstehen unzählige Arbeiten, in denen diesem Phänomen von verschiedenen Perspektiven nachgegangen wird. So teilt sich die kognitive Linguistik, die im weiten Sinne die mentalen2 Fragen der Sprache erforscht, in die generative, formale, mit Chomsky als Hauptvertreter, und die kognitive im engen Sinne, erkenntnisbezogene und funktionalorientierte, die in Opposition zu einander stehen (vgl. Taylor 2002). In der letzten finden sich: Metapherntheorie (Lakoff, Johnson 1980), Theorie der mentalen Räume (Fauconnier 1985, Fauconnier, Turner 1998, 2002), Kognitive Grammatik (Langacker 1987, 1991), Konstruktionsgrammatik (Fillmore 1988), Begriffssemantik (u.a. Wierzbicka 1996, Talmy 2000a, b, Tyler, Evans 2003), pragmatische Diskursanalysen (u.a. Hopper, Thompson 1980, Chafe 1994, Lambrecht 1994, Verhagen 2005), Untersuchungen zur Grammatikalisierung (u.a. Traugott 1982, Heine 1997), vergleichende typologisch-universelle Arbeiten (u.a. Croft 1990, Talmy 1991, Haspelmath 1997) (Überblick nach Langacker 2009: 22).

Mit der Sprache als mentalem Phänomen verbinden sich neben den allgemeinsprachtheoretischen auch Spracherwerbs- und Sprachverarbeitungsfragen theoretischer und empirischer Art. So gehören in den Bereich der kognitiven Linguistik im weiten Sinne auch psycholinguistisch (u.a. Szuman 1955, Piaget 1966, Kurcz 1976, 1987, 2000, Rayner 1978, Frazier 1979, Grimm, Engelkamp 1981, Hörmann 1981, 1994, Aitchison 1994,...

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