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Formelhafte (Ir-)Regularitäten

Korpuslinguistische Befunde und sprachtheoretische Überlegungen

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Sören Stumpf

Das Buch thematisiert phraseologische Irregularitäten, also Phraseme, die strukturelle oder semantische Abweichungen gegenüber dem freien Sprachgebrauch aufweisen. Der Autor zeigt systematisch deren Vielfalt auf, wertet ihren tatsächlichen Gebrauch mithilfe von Korpusanalysen aus und reflektiert ihre Spezifika aus sprachnorm- und sprachwandeltheoretischer sowie konstruktionsgrammatischer Perspektive. Er kommt zu dem Ergebnis, dass phraseologische Irregularitäten innerhalb der Phraseologie beziehungsweise der formelhaften Sprache keine Randstellung einnehmen. Ihr irregulärer Charakter muss daher aus verschiedenen Blickrichtungen relativiert werden.
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Vorwort

Vorwort

Das Umschlagcover der vorliegenden Arbeit zeigt ein sogenanntes Fraktalbild. Zwischen Fraktalen, die in der Mathematik zu verorten sind, und dem Untersuchungsgegenstand der formelhaften (Ir-)Regularitäten gibt es erkennbare Parallelen: Das auf den ersten Blick willkürlich angeordnete Fraktal-Geflecht erweist sich bei genauerer Betrachtung als hochgradig musterhaft. In ebendieser Musterhaftigkeit und Vorgeformtheit liegt die Übereinstimmung beider Bereiche: Auch bei phraseologischen Irregularitäten zeigt sich, dass hinter den vordergründigen sprachlichen Abweichungen (z. B. das Fehlen eines eigentlich obligatorischen Artikels wie in Leine ziehen) durchaus reguläre Züge verborgen sind. So wie Fraktale einer gewissen inneren Ordnung folgen, besitzen auch vermeintliche phraseologische Irregularitäten systematische Regelmäßigkeiten und modellartige Strukturen.

Ich hätte die vorliegende Arbeit sicherlich nicht verfassen und erfolgreich vollenden können ohne die kontinuierliche – sowohl fachliche als auch emotionale – Unterstützung einiger mir nahestehender Personen:

An erster Stelle möchte ich meinem Doktorvater Stephan Stein danken, der mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand. Ich hätte mir keinen besseren Betreuer vorstellen können! Zudem möchte ich mich bei meiner Zweitgutachterin Natalia Filatkina für ihr Vertrauen und ihre stetige Förderung recht herzlich bedanken.

Mein Dank gilt weiterhin meinen Trierer Kollegen Fausto Ravida und Christian Kreuz, die mir beim Einstieg in die Lehre eine große Hilfe gewesen sind. Christian Kreuz danke ich zudem für die wertvolle Korrekturlesung des Manuskripts. Den Herausgeberinnen und Herausgebern der Reihe „Sprache – System und Tätigkeit“ danke ich für die Aufnahme meiner Arbeit in ebendiese Reihe des Peter Lang Verlags. Oliver Konow bin ich dankbar, dass er mir das von ihm entworfene Fraktalbild zur Verfügung gestellt hat.

Mein größter Dank gilt schließlich meiner Familie, die unentwegt an mich geglaubt und mich sowohl während meines Studiums als auch während der Promotionsphase in allen Belangen unterstützt hat. So sind es doch vor allem die schönen gemeinsamen Momente mit Familie und Freunden, die den Stress und die Anstrengungen einer solchen wissenschaftlichen Qualifikationsphase vergessen lassen.

Gewidmet ist das Buch meinen Eltern, Helga und Michael Stumpf.

Trier, im Juli 2015

                                Sören Stumpf