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Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften

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Edited By Holger Zimmermann and Ann Peyer

DeutschlehrerInnen sind mit einer Fülle an Normen konfrontiert: Standards, Lehrpläne, Forderungen von Politik, Eltern und Öffentlichkeit. Der Band analysiert, wie eigene oder externe Normvorstellungen ihr Wissen, ihre Überzeugungen und ihr Handeln beeinflussen. Thema der Beiträge, die auf empirischen Arbeiten aus den Bereichen der Lese-, Sprach- und Literaturdidaktik basieren, sind Normen und Normenkonflikte als Anteil von verschiedenen Facetten des professionellen Wissens. Sie behandeln beispielsweise die Diagnosefähigkeit im Bereich des Lesens, Normvorstellungen über das Schreiben oder Fachwissen im Bereich der Orthographie. Der Band vertieft so die Diskussion über fachlich geprägte professionelle Kompetenz im Sinne einer Fachdidaktik als «eingreifende Kulturwissenschaft».
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„Schreibunterricht aus meiner Sicht“ – Eine empirische Analyse zu Lehren und Lernen an der Sekundarstufe II in Österreich

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Abstract: In Austria, modified writing lessons are being implemented through the standardized final examinations. A survey of teachers and learners sheds some light on how explicit (pedagogical subject-specific and more) and implicit norms are treated in professional practice. From this, consequences on pre-service teacher education can be found.

Die Einführung der schriftlichen Standardisierten Reife- und Diplomprüfung (im Folgenden: SRDP) Deutsch in Österreich 2014/15 respektive 2015/16 ist das Resultat eines internationalen bildungspolitischen Trends, der auf Standardisierung sowie landesweite und internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse zielt. Eine der flankierenden Maßnahmen, um für die Implementation eines veränderten Schreibunterrichts mit Hinblick auf die Anforderungen der Reifeprüfung Deutsch relevante Auskünfte zu erhalten, ist die begleitende Forschung zur Einführung der SRDP. Im Zuge dieser Forschung wurde eine Erhebung mittels Fragebogen für LehrerInnen und SchülerInnen 2011 zum Schreibunterricht in der Sekundarstufe II durchgeführt.1

Ziel der Erhebung war u. a. Einblick in den Umgang mit expliziten und impliziten Normen der DeutschlehrerInnen zu erhalten. Explizite Normen haben fachwissenschaftliche und fachdidaktische Vereinbarungen sowie organisatorische Vorgaben zum Gegenstand und stehen oft im Rang einer „Satzungsnorm“.2 Beispiele für explizite Normen sind neue Lehrpläne, neue Prüfungsverordnungen. Unterricht wird aber auch von impliziten Normen gesteuert. Neueres fachdidaktisches Wissen kann bei Lehrpersonen zu neuen impliziten Normen führen, z. B., wenn Lehrpersonen etwa das Schreiben von Texten als Hausübung, altes ← 175 | 176 → didaktisches Brauchtum, hinter sich lassen und statt dessen das schulische fach...

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