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Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften

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Holger Zimmermann and Ann Peyer

DeutschlehrerInnen sind mit einer Fülle an Normen konfrontiert: Standards, Lehrpläne, Forderungen von Politik, Eltern und Öffentlichkeit. Der Band analysiert, wie eigene oder externe Normvorstellungen ihr Wissen, ihre Überzeugungen und ihr Handeln beeinflussen. Thema der Beiträge, die auf empirischen Arbeiten aus den Bereichen der Lese-, Sprach- und Literaturdidaktik basieren, sind Normen und Normenkonflikte als Anteil von verschiedenen Facetten des professionellen Wissens. Sie behandeln beispielsweise die Diagnosefähigkeit im Bereich des Lesens, Normvorstellungen über das Schreiben oder Fachwissen im Bereich der Orthographie. Der Band vertieft so die Diskussion über fachlich geprägte professionelle Kompetenz im Sinne einer Fachdidaktik als «eingreifende Kulturwissenschaft».
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Konzeptneutral und unterrichtsnah. Ein Instrument zur Erfassung des Professionswissens zu Orthographie und Orthographieerwerb

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Abstract: The trial-run of a test instrument has shown that it is difficult, yet makes sense, to evaluate teachers’ domain-specific professional knowledge about teaching spelling via concrete practical yet concept-neutral tasks. The findings and the consequences of this study will be discussed.

1   Einleitung

Das Professionswissen gilt als zentraler Aspekt der professionellen Kompetenz von Lehrkräften. Insbesondere das domänenspezifische professionelle Wissen – in Anlehnung an die Arbeiten von Lee S. Shulman1 zumeist in die Bereiche Fachwissen und fachdidaktisches Wissen unterschieden – ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der fachdidaktischen Lehrerforschung gerückt und wird zunehmend auch in der Deutschdidaktik in seiner Bedeutung für das unterrichtliche Handeln von Deutschlehrkräften wahrgenommen und untersucht.2 Dies gilt in besonderer Weise für die Domäne „Richtig schreiben“, die in der neueren deutschdidaktischen Professionsforschung vergleichsweise prominent vertreten ist: Was (angehende) Deutschlehrkräfte über Orthographie und Orthographieerwerb wissen, wird sowohl im Rahmen explorativer Einzelstudien3 als auch im Kontext domänenübergreifender Studien zur Kompetenzentwicklung in der Lehrerbildung4 zu erfassen versucht; darüber hinaus liegen mit den Dissertationen von Nicole Hoffmann und Irene Corvacho del Toro gleich zwei einschlägige Arbeiten vor,5 die sich in der Tradition der ← 199 | 200 → COACTIV-Studie6 mit dem Zusammenhang von fachbezogenem Professionswissen, Unterrichtsqualität und Schülerleistungen im Rechtschreiben befassen.

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