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Regulierung des Hochfrequenzhandels in US- und EU-Aktienmärkten

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Pierre Zickert

Der Autor erläutert finanzwissenschaftlich die Funktion des Hochfrequenzhandels und beweist juristisch, dass dieser keine Gefahr für die Finanzmärkte der USA und EU darstellt. Er stellt dar, wie Erkenntnisse in der Finanzmathematik, Technologiefortschritte und Regulierungsmaßnahmen zur Wettbewerbsförderung den Hochfrequenzhandel entstehen ließen. Darauf aufbauend analysiert er, ob der Hochfrequenzhandel die Finanzmarktstabilität gefährdet und ob er dem Manipulations- oder Insiderhandelsverbot unterliegt. Dieses Buch zeigt auf, dass der Hochfrequenzhandel klassische Finanzintermediationsgeschäfte betreibt, keine Gefahren unmittelbar verursacht und fälschlicherweise mit Problemen assoziiert wird, die auf der Marktfragmentierung beruhen.
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B. Finanzwissenschaftlicher Hintergrund

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Nach der Definition des Hochfrequenzhandels soll im finanzwissenschaftlichen Abschnitt ein Einblick in die Welt des Hochfrequenzhandels gegeben werden. Hierzu sollen die im Hochfrequenzhandel verfolgten Handelsstrategien, das Marktumfeld und die Crashs mit möglichen HFT-Bezug erläutert werden.

I. HFT | Handelsstrategien

Die im Hochfrequenzhandel verfolgten Handelsstrategien sind solche der Finanzintermediation. Eine solche zeichnet sich durch die Vermittlung zwischen dem Kapitalangebot und der Kapitalnachfrage aus. An einem einfachen Beispiel veranschaulicht bedeutet dies, dass der Intermediär vom ungeduldigen Verkäufer kauft und versucht diese Positionen an spätere Kaufinteressierte weiterzuleiten. Da der Intermediär dadurch auch das Weiterveräußerungsrisiko trägt, lässt sich der Intermediär auch diesen Unmittelbarkeitsservice bezahlen, indem er nur günstig einkauft und zu hohen Preisen versucht zu veräußern. Während Handelsplätze also ein Forum zum Austausch von Angebot- und Nachfrageinteressen bieten, führen Intermediäre diese konkret zusammen und machen diesen Austausch effizienter. Intermediäre haben somit kein wirtschaftliches Interesse, in ein Papier zu investieren, sondern wollen lediglich diese als Vermittler für einen bestimmten Zeitraum halten. Intermediäre möchten lediglich Liquidität in der jeweils gewünschten Form dem Markt anbieten. Da sie nicht beabsichtigen, wirtschaftliche Eigentümer des Wertpapieres zu werden, bezeichnet man Intermediäre auch als sell-side, während andere Investoren, die sich in ein Unternehmen einkaufen wollen, also von der Wertentwicklung profitieren wollen, als buy-side bezeichnet werden. Die Begrifflichkeiten haben nichts mit dem tatsächlichen Kauf oder Verkauf zu tun.

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