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Pädagogische Führung

Geschichte – Grundlegung – Orientierung

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Meike Zellner

Obwohl die Pädagogische Führung einer der pädagogischen Grundbegriffe ist, wird sie in der aktuellen Forschungsliteratur kaum beachtet. Stattdessen wird der Begriff vermieden, substituiert und paraphrasiert. Der Pädagogischen Führung werden per se unpädagogische, unterdrückende oder beherrschende Momente zugesprochen. Die Autorin geht diesem Missverständnis problemgeschichtlich-systematisch nach und zeigt auf, dass kein Pädagoge « um des Führens willen» seiner Führungsaufgabe nachzukommen hat. Im Zentrum all seiner pädagogischen Reflexionen und Entscheidungen steht dementgegen stets der zu ermöglichende Selbstbildungsprozess des Schülers.
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Die Thematik der Pädagogischen Führung wird in der gegenwärtigen pädagogischen Literatur defizitär behandelt. Zwar existieren vereinzelt Publikationen, die sich mit dem pädagogischen Prozess der Führung direkt oder indirekt auseinandersetzen, selten wird in diesen Kontexten jedoch die zutreffende Vokabel der Pädagogischen Führung gebraucht; zudem stehen dabei zumeist didaktische, organisatorische oder disziplinarische Aspekte im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Die methodische Unterrichtsführung jedoch, bei der zugleich die damit korrelierende methodische Selbstführung des Schülers reflektiert wird, rückt in vielen Fällen in den Hintergrund und wird nur marginal beachtet bzw. nicht erörtert. Dieser Beobachtung liegen definitorische Ansätze zugrunde, in denen der Pädagogischen Führung per se unpädagogische, unterdrückende oder beherrschende Momente zugesprochen werden. Diese Forschungslücke zu schließen, d.h. eine dezidiert pädagogische Begriffsgrundlegung zu generieren, innerhalb der die Pädagogische Führung wieder in den pädagogischen Raum verortet und darüber hinaus auf die Gefahren und Grenzen im Lehrerhandeln aufmerksam gemacht wird, stellt die Motivation dieser Ausarbeitung dar. Um sich dieser grundlegend-systematischen Darstellung der Pädagogischen Führung zu nähern, wird in einem ersten Schritt eine problemgeschichtliche Analyse erstellt, in der die je epochal-spezifischen Akzentuierungen der Pädagogischen Führung aufgezeigt, erläutert und verglichen werden.

Als Ergebnis dieser Dissertation kann festgehalten werden, dass im Zentrum eines jeden pädagogischen Führungsprozesses der Selbstbildungsprozess des Schülers steht. Der Heranwachsende soll auf seine (ungewisse) Zukunft vorbereitet werden und lernen,...

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