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Grammatik und vieles mehr

Linguistische Grundlagen und Lernziele für den Deutschunterricht der Sekundarstufen

Martin Wachtel

Das Buch ist für Lehrer/innen und Lehramtsstudierende des Faches Deutsch konzipiert. Es vermittelt einen Einblick in das Phänomen sprachlicher Verständigung, indem es die Sprachstruktur unter Gebrauchsperspektive betrachtet. Dabei zeigt es auf, welche Bedeutung die sprachlichen Einheiten Laut, Wort, Satz, sprachliche Handlungen und Text für das Ziel der Verständigung besitzen. Die linguistische Beschäftigung mit Sprache produziert keine schulischen Lernziele. Sie analysiert, beschreibt und benennt Strukturen und Gebrauchsweisen von Sprache. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden dann Gegenstand des Deutschunterrichts, wenn mit ihrer Hilfe Lernziele einer reflexiven, rezeptiven und aktiven Sprachkompetenz verwirklicht werden können. Aus diesem Grund stellt das Buch explizite Bezüge her zwischen Gegenstandsbereichen der Sprachwissenschaft und Lernzielzusammenhängen des Deutschunterrichts.
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Zweites Kapitel: Sprachliches Handeln

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1. Der Begriff des sprachlichen Handelns

Mit Äußerungen verfolgen Kommunikationspartner kommunikative Absichten. Sie wollen z.B. jemanden um etwas bitten, jemanden über etwas informieren, jemanden zu etwas auffordern, jemanden zu etwas überreden.

Der britische Philosoph J. L. Austin lenkte als einer der ersten die Aufmerksamkeit auf diese vielfältigen kommunikativen Funktionen von Äußerungen.22 Er machte deutlich, dass durch Äußerungen wie z.B.

-„Ich komme morgen bestimmt.“ ,

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