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Zwischen englischsprachigem Studium und landessprachigem Umfeld

Internationale Absolventen deutscher und dänischer Hochschulen

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Frauke Priegnitz

Die Arbeit untersucht die Integration und Bindung internationaler Absolventen englischsprachiger Studiengänge in Deutschland und Dänemark an ihr Gastland. Anhand von Interviews mit HR-Managern internationaler Unternehmen werden zunächst die sprachlichen Anforderungen und die Beschäftigungsfähigkeit von Alumni mit geringen Kenntnissen der Landessprache erhoben. Die anschließende Absolventenbefragung beleuchtet die frühere Sprachlernmotivation, die Studienbedingungen, den Sprachlernerfolg und die heutigen Bindungen der Absolventen. Die Retrospektive soll dabei helfen, die Nachhaltigkeit der sprachenpolitischen Entscheidungen an deutschen und dänischen Hochschulen zu bewerten. Die Arbeit schließt mit differenzierten Empfehlungen zur Förderung
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1. Einleitung

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Die Hochschulstandorte Deutschland und Dänemark haben heute – wie andere Länder auch – ein besonderes Interesse daran, im Rahmen ihrer Internationalisierungbestrebungen internationale Studierende1 anzuwerben und langfristig zu binden (CIRIUS 2009; DAAD 2010a). Angesichts der besonderen Stellung und Attraktivität der englischen Sprache stehen die beiden Länder jedoch zunehmend unter Druck, mit englischsprachigen Ländern beim Anwerben internationaler Studierender Schritt zu halten. Die Einführung englischsprachiger Studiengänge scheint eine erfolgsversprechende Maßnahme zu sein, auch Studierende mit geringen oder keinen Kenntnissen der Landessprache ins Land zu locken. Indem sprachliche Hürden gesenkt werden, können die internationalen Studierenden direkt in ihr Fachstudium einsteigen, ohne erst die Sprache des Gastlandes lernen zu müssen. Englischsprachige Studiengänge versprechen den Studierenden die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse zu festigen, internationale Erfahrung zu sammeln und sich so auf die Anforderungen der globalisierten Welt vorzubereiten.

Doch wie profitieren die Studienländer langfristig von dieser Internationalisierungsmaßnahme? Kritische Stimmen äußern die Sorge, dass die Studierenden die englischsprachigen Programme als Sprungbrett für eine anschließende Berufstätigkeit in einem englischsprachigen Land nutzen könnten (Ammon 2000b; Ehlich 2005:43). Schließlich zeigen Studien, dass die Studierenden oft eher an Englisch als an der Landessprache interessiert zu sein scheinen (vgl. Caudery et al. 2008; Soltau 2008) und eine spätere Beschäftigung in einem englischsprachigen Land als besonders attraktiv empfunden wird (Soltau 2008; Ammon & McConnell 2002). Wenn aber der Anspruch besteht, internationale Studierende als zukünftige Botschafter des Studienlandes oder als hochqualifizierte...

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