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Linguistik und Kulturwissenschaft

Zu ihrem Verhältnis aus der Perspektive des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und anderer Disziplinen

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Edited By Michael Dobstadt, Christian Fandrych and Renate Riedner

Die Beiträge des vorliegenden Bandes zu einer 2013 am Herder-Institut der Universität Leipzig veranstalteten Tagung dokumentieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der linguistischen und kulturwissenschaftlichen Forschung an der Schnittstelle von Sprache und Kultur. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Dieses ist von seiner Aufgabenstellung her in besonderer Weise prädestiniert, das Verhältnis von Sprache und Kultur zu reflektieren und mit Blick auf Prozesse des Spracherwerbs und der Sprachvermittlung unter den Bedingungen von Fremd- und Mehrsprachigkeit zu konzeptualisieren.
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Einführung in den Band: Michael Dobstadt, Christian Fandrych und Renate Riedner

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Der vorliegende Band versammelt die Beiträge einer Tagung, die unter dem Titel „Linguistik und Kulturwissenschaft: Zu ihrem Verhältnis aus der Perspektive des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und anderer Disziplinen“ vom 7. bis 9. November 2013 am Herder-Institut der Universität Leipzig stattfand. Tagung und Publikation sind Teil eines interdisziplinären Vernetzungsprojektes ehemaliger DAAD-Lektor/inn/en, dessen Ziel es ist, die kulturwissenschaftliche(n) Debatte(n) in den verschiedenen daran beteiligten Disziplinen füreinander zu öffnen und produktiv zu machen. Der vorliegende Tagungsband erscheint als Band 7 der von Jürgen Joachimsthaler und Eugen Kotte herausgegebenen Reihe „Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt“, die die Beiträge der Tagungen für eine breitere wissenschaftliche Rezeption zugänglich macht.

Die Einsicht in die bestimmende Kraft von Sprache für jegliche Form menschlichen Erkennens und Handelns und damit in den „unauflöslichen Zusammenhang[…] von Sprache und Denken, von Denken und Kultur und von Kultur und Sprache“ (Ehlich 2006, 60) bildet die zentrale Grundlage der neueren Kulturwissenschaften. Diese fand im Begriff des linguistic turn der sich neu konstituierenden Geschichts-, Literatur- und Sozialwissenschaften und der Ethnologie seinen Niederschlag und ist auch in Zeiten der „[c]ultural [t]urns nach dem [l]inguistic [t]urn“ (Bachmann-Medick 2006, 36) von grundlegender Bedeutung für das Selbstverständnis des transdisziplinären Projekts der Kulturwissenschaften. Während sich in den genannten Disziplinen eine „sprachliche“ Wende vollzog, blieb die Linguistik der Debatte scheinbar weitgehend fern: Hatte sie die Beteiligung an ihr – wie Günthner / Linke (2006,...

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