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Kultur und Erziehung in der Waldorfpädagogik

Analyse und Kritik eines anthroposophischen Konzepts interkultureller Bildung

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Mandana Büchele

Im Kontext der Diskussion um Interkulturelle Bildung wird in einer Zusammenhangsanalyse systematisch untersucht, ob und wie sich die Waldorfpädagogik / Anthroposophie Rudolf Steiners grundsätzlich für das Unterrichten und Erziehen in kultureller Vielfalt eignet. Auf dieser Basis wird das Verhältnis von Kultur und Erziehung neu bestimmt und ein transkulturelles Bildungskonzept entfaltet, das Orientierungen für die Gestaltung pädagogischer Praxis in multikulturellen Kontexten bietet.
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6. Grundzüge einer transkulturellen Bildungskonzeption in anthroposophisch-realistischer Perspektive

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6.  Grundzüge einer transkulturellen Bildungskonzeption in anthroposophisch-realistischer Perspektive

Aus der Diskussion um verschiedene Konzepte und Diskursstränge Interkultureller Pädagogik ging die Transkulturelle Pädagogik als sinnvollstes pädagogisches Konzept hervor, das für die Anforderungen kultureller Diversifikation in einer globalisierten Welt von heute für die Pädagogik zeitgemäße Antworten verspricht. Erste Impulse für ein solches transkulturelles Bildungskonzept entstanden bereits in den späten 1980er Jahren als Kritik an der klassischen Interkulturellen Pädagogik. Da es allerdings bisher weder systematisch konzipiert wurde, noch greifbare Konsequenzen für die pädagogische Praxis offeriert, setzte es sich bis heute nicht durch. Aufgrund daraus resultierender Schwachstellen Transkultureller Pädagogik erscheint es notwendig, ein transkulturelles bzw. universell begründetes Bildungskonzept hinsichtlich folgender Bereiche zu erweitern:

6.1  Das transkulturelle Bildungskonzept in anthroposophisch realistischer Perspektive

Diesen Defiziten der Transkulturellen Pädagogik wird im Folgenden durch die Grundlegung eines transkulturellen Bildungskonzeptes unter Berücksichtigung anthroposophisch-pädagogischer Grundideen Abhilfe verschafft, da sich die ← 253 | 254 → anthroposophische Waldorfpädagogik nicht nur als anschlussfähig erwiesen hat, sondern sogar in einigen zentralen Merkmalen eine sinnvolle Ergänzung für das Transkulturalitäts-Konzept anbietet.252

Synthetisiert man angesichts dieser Schwachstellen die im Durchgang der anthroposophischen Waldorfpädagogik gewonnenen Erkenntnisse mit den ersten Zielformulierungen einer Transkulturellen Pädagogik, so ergeben sich folgende Möglichkeiten für ein Transkulturelles Bildungskonzept in anthroposophisch-realistischer Perspektive, welches der Herausforderung untersteht, die Bedürfnisse einer heterogenen Schülerschaft zu berücksichtigen – gleichzeitig aber überzeitliche Legitimation beanspruchen...

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