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Raum und Zeit im Kontext der Metapher

Korpuslinguistische Studien zu französischen und spanischen Raum-Zeit-Lexemen und Raum-Zeit-Lokutionen

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Kathleen Plötner

Die Studie setzt sich mit der oftmals als metaphorisch bezeichneten Verbindung zwischen Raum und Zeit auseinander. Nach der Klassifizierung unterschiedlicher Metapherarten rückt die Autorin die Frage nach der Existenz von Raum-Zeit-Metaphern in den Fokus der Untersuchung. Die Arbeit beinhaltet eine Darstellung von sprachlichen Elementen des Raumes und von Mitteln zum Ausdruck der Temporalität. Es wird ein Überblick über den aktuellen Gebrauch ausgewählter raumzeitlicher Präpositionen und Adjektive im Französischen und Spanischen und ein Einblick in deren diachrone Entwicklung gegeben. Die Autorin verknüpft korpusbasierte, linguistische Analysen mit kognitionslinguistischen und philosophischen Erkenntnissen über das Raum- und Zeitkonzept.
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3 Metaphertheorien

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Incipiamos igitur ab eo, qui cum frequentissimus est tum longe pulcherrimus, translatione dico, quae μεταφορά Graece vocatur. Quae quidem cum ita est ab ipsa nobis concessa natura, ut indocti quoque ac non sentientes ea frequenter utantur, tum ita iucunda atque nitida, ut in oratione quamlibet clara proprio tamen lumine eluceat. (Quintilian Inst. VIII: 302, VI, 4)19

Das Kapitel dient der Darstellung des Phänomens „Metapher“, deren materielle Erscheinung sowohl sprachlich – hierbei kann zwischen lexikalischen, semantischen, grammatischen und pragmatischen Ansätzen unterschieden werden – als auch kognitiv beschrieben wird. Eine Auseinandersetzung mit dem komplexen Feld der Metaphertheorien bedeutet, sich mit den Ansichten der unterschiedlichen Autoren hinsichtlich des Phänomens Sprache und deren Funktion sowie der Verbindung zwischen Sprache und Denken zu beschäftigen. Kohl sagt im Hinblick auf die Komplexität von Metaphertheorien Folgendes:

Denn Definitionen der Metapher sind abhängig von der jeweiligen Sprachtheorie, von der disziplinären Perspektive (rhetorische Praxis, philosophisch orientierte Ästhetik, Linguistik, Literaturwissenschaft usw.) und nicht zuletzt von den Metaphern, mit denen der metaphorische Prozess beschrieben wird […]. (Kohl 2007: 22)

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