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Das Verständnis der Heiligung des göttlichen Namens und des Reiches Gottes in der alten jüdischen Liturgie

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Milena Jäger-Beux

Heilig, heilig, heilig – in dieser unübertrefflichen Schlichtheit bildet das Trishagion Jesajas einen der wesentlichen Bestandteile aller jüdischen und christlichen Liturgien. Es fasst zusammen, was im Judentum durch die Hauptgebete (Schema’, Qaddish und Tefillah) ausgedrückt und von Jesus im Unservater übernommen wird.
Auch wenn nur sehr wenige alte liturgische Quellen zur Verfügung stehen, kann man doch davon ausgehen, dass die Heiligung des göttlichen Namens einen der wichtigsten Grundpfeiler der jüdisch-christlichen Spiritualität darstellt. Woher kommt dieses angeborene Bedürfnis des Menschen, Gottes Namen zu heiligen und ihn um das Kommen seines Reiches zu bitten? Diese Frage prägt liturgische und biblische Texte aus der Zeit zwischen 200 v.u.Z. und 200 n.u.Z., sie begleitet und verbindet Theologie wie auch Spiritualität von Juden und Christen durch die Jahrhunderte, ganz unabhängig von der jeweiligen konfessionellen Ausrichtung.
Aus dem Inhalt: Das Unservater im Kontext der zeitgenössischen jüdischen Gebete – Gottes Reich als neuer Garten Eden – Die Befreiung aus Ägypten als Symbol der endgültigen Erlösung – Die Erfüllung der Schöpfung in der Heiligung des göttlichen Namens.