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Kindheit und Mystik im Mittelalter

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Ralph Frenken

Diese Untersuchung stellt einen Beitrag zur Geschichte der Kindheit dar. Es werden die Kindheiten und Phantasien von deutschen mittelalterlichen Mystikerinnen und Mystikern untersucht. Autobiographische Texte und zeitgenössische biographische Beschreibungen des Lebens dieser Religionsvirtuosen bilden die Grundlage der 17 Einzelfallrekonstruktionen. Mystiker erleben in religiösen Visionen und Auditionen geradezu körperlichen Kontakt mit Phantasmen, erleiden Traumen und Verzückungszustände, sie kasteien und beschädigen ihre Körper. Dieses mystische Erleben wird rekonstruiert, wobei die Verbindung zur Kindheit des jeweiligen Mystikers untersucht wird. Zur Erklärung mystischer Phantasien wird ein psychodynamisches Modell von Erlebnisstrukturen ausgearbeitet und empirisch überprüft. Die Entstehung von mystischem Erleben beruht auf traumatischen Kindheitserfahrungen – so die Hypothese, die in dieser Arbeit vertreten wird.
Aus dem Inhalt: Kindheitserfahrungen, Objektbeziehungen, Phantasien und mystisches Erleben – Das psychodynamische Modell der Objektbeziehungen von Mystikern – Einzelfallrekonstruktionen – Die Rolle von früher Deprivation und Kindesmißbrauch bei der Entstehung mystischen Erlebens.