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Berührungsbeziehungen zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft

Series:

Michael Hoffmann and Christine Keßler

In diesem Band sind Sprach- und Literaturwissenschaftler/innen mit Gegenständen und Problemen befasst, die eine Zusammenführung der beiden philologischen Teildisziplinen als sinnvoll bzw. geboten erscheinen lassen. Berührungsbeziehungen – so die Ausgangsüberlegung – erwachsen nicht nur aus einem gemeinsamen Interesse an Texten sowie Text- und Gesprächskommunikationen. Die Literaturwissenschaft orientiert sich darüber hinaus mit Erfolg an linguistischen Konzepten, um literaturwissenschaftliche Methoden zu begründen, und die Linguistik eignet sich literaturwissenschaftliche Erkenntnisse und Konzepte an, um neue Zugangsweisen zu (poetischen) Texten zu finden. Die Beiträge beleuchten verschiedene Felder eines grenzüberschreitenden Arbeitens. Es werden Anregungen für den Aufbau neuartiger Beziehungen wie auch für den Ausbau vorhandener Ansätze vermittelt.
Aus dem Inhalt: Michael Hoffmann/Christine Keßler: Grenzen akzeptieren und Grenzüberschreitungen wagen. Ein Vorwort – Ulrich Breuer: Schnittstelle Text. Lesarten des Textbegriffs – Ulla Fix: «Simply two peas in the philological pod»? Der Text als das Gemeinsame von Literatur- und Sprachwissenschaft – Gesine Lenore Schiewer: Die Unhintergehbarkeit des Interpretationsproblems beim Textverstehen – Gesine Lenore Schiewer: Sprachgeschichte und Literatursprache als kulturelle Praxis – Karl-Heinz Siehr: Victor Klemperers Sprachkritik im Lichte integrativer Bemühungen von Sprach- und Literaturwissenschaft – Ernest W. B. Hess-Lüttich: Formen des Gesprächs in der Literatur. Eine kurze Übersicht – Michael Hoffmann: Linguistische und literaturwissenschaftliche Konturen einer sozialgeschichtlichen Werkinterpretation. Mit einer Modellanalyse zu Armin Mueller-Stahls Roman «Verordneter Sonntag» – Ernest W. B. Hess-Lüttich: Mißverständnisse. Literatur und Skepsis – Christine Keßler/Brigitte Krüger: Erzählen und (Ver-)schweigen: Inszenierungen gestörter Kommunikation in Erzählungen von Birgit Vanderbeke. Linguistische und literaturwissenschaftliche Erklärungsansätze – Inge Pohl: Literaturwissenschaft und Onomastik bei der Ausdeutung der literarischen Gattung «Kriminalroman» – Michael Hoffmann: Berührungsbeziehungen zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft am Beispiel der Diskursanalyse. Ein Diskussionsbeitrag – Elisabeth Berner: Der Ehebriefwechsel zwischen Emilie und Theodor Fontane. Eine diskursanalytische Annäherung – Olaf Jäkel: Gemeinsam über Literatur sprechen. Das Unterrichts-Modell des «sokratischen Textgesprächs» und seine pragmalinguistische Analyse – Marina Mironovich: Über das Wesen der erlebten Rede im Deutschen – Gabriele Yos: Zur Perspektivierung des Erzählten in Ingo Schulzes «Simple Storys» – Hans-Christian Stillmark: «alte Abdeckerei ... Altdeckerei ... Alteckerei ... Alteckerei ... Alterei ...». Wolfgang Hilbigs Erzählung im Lichte der Poetologie Julia Kristevas.