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Politische Sprachspiele in der DDR

Kommunikative Entdifferenzierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf den öffentlichen Sprachgebrauch

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Steffen Pappert

Diese Untersuchung befasst sich mit dem öffentlichen (Medien-)Diskurs in der DDR. Sie belegt empirisch die Auswirkungen der SED-gesteuerten Sprachnormierung auf die gesprochene Sprache. Die für Diktaturen typischen Zusammenhänge zwischen politischer Herrschaft und kommunikativer Praxis charakterisiert sie unter Bezugnahme auf das Konzept der Politischen Sprachspiele. Der Autor untersucht exemplarisch Rundfunkinterviews zum arbeitsweltlichen Alltag aus den 70er und 80er Jahren mit Mitteln der Gesprächs-, Gattungs- und Diskursanalyse. Er zeigt, dass – analog zur vielfach untersuchten Schriftsprache – auch der mündliche Sprachgebrauch in der öffentlichen Kommunikation der DDR durch die offizielle Sprache geprägt war.
Aus dem Inhalt: Theoretische Konzepte und Methoden: Gesprächs-, Gattungs- und Diskursanalyse – Politische Sprachspiele in der DDR: Grundlagen und Auswirkungen des diktatorischen Herrschaftssystems – Analyse der Interviews: Sprachliche Mittel und interaktive Verfahren – Kommunikative Muster und ihre Funktion bei der Beschreibung arbeitsweltlicher Realität.