Show Less
Restricted access

Der Bedeutungswandel der Beweismittel im Strafverfahren am Beispiel des «genetischen Fingerabdrucks»

Beweismittel im Grenzbereich von Recht und Ethik

Series:

René Latotzky

Die anhaltende Diskussion um die Anwendbarkeit neuartiger kriminologischer Analysetechniken, u. a. in Form des «genetischen Fingerabdrucks», wird zum Anlaß genommen, die Auswirkungen und rechtlichen Rahmenbedingungen dieser Beweismittel auf den Strafprozeß einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Hierbei werden die Mittel des objektiven Personalbeweises erläutert und am Beispiel des «genetischen Fingerabdrucks» die strafverfahrens- und verfassungsrechtlichen Probleme analysiert sowie eine normative Lösung kritisch gewürdigt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Auswirkungen des modernen Sachbeweises auf die Rolle des Angeklagten im Strafverfahren. Zunächst wird die Entwicklung des Sachbeweises in historischer Reihenfolge aufgezeigt, um hieran anschließend den status quo sowie den künftigen Fortgang der Entwicklung zu untersuchen. Den Schlußpunkt bildet eine Überprüfung der Zulässigkeit neuer Verfahrenstechniken im Strafverfahren auch aus ethischer Sicht. Hierzu werden ethische Maßstäbe herangezogen anhand derer die gesellschaftliche Akzeptanz kritisch betrachtet wird.
Aus dem Inhalt: Grundzüge des objektiven Personalbeweises und dessen Bedeutung für den «genetischen Fingerabdruck» – Der «genetische Fingerabdruck» als Beweismittel im Strafverfahren: Funktionsweise der genetischen Analyse – Rechtsgrundlagen für die Anwendung im Strafverfahren – Die beschuldigtenfremde Spurengewinnung und Auswertung – Die Anwendung des «genetischen Fingerabdrucks» bei einer Mehrzahl von Betroffenen – Auswirkungen der modernen Kriminaltechnologien auf die Rolle des Beschuldigten im Strafverfahren – Ethisch-philosophische Problemstellung bei der Anwendung technischer Beweismittel.