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Gina Kaus: Schriftstellerin und Öffentlichkeit

Zur Stellung einer Schriftstellerin in der literarischen Öffentlichkeit der Zwischenkriegszeit in Österreich und Deutschland

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Hildegard Atzinger

Diese sozioliterarische Studie fokussiert Gina Kaus’ Positionierungen in der Literatur und ihre Stellung in der literarischen Öffentlichkeit der Zwischenkriegszeit. Analysiert werden das Selbstverständnis, die literarische Laufbahn und die soziale Lebenswelt der Autorin. Kaus war eine angesehene Persönlichkeit der Wiener und Berliner Literaturszene und als Schriftstellerin im Literaturbetrieb erfolgreich etabliert. Als «verbrannte» und «indizierte» Autorin in Ständestaat und Nationalsozialismus wurde sie sukzessive aus der Öffentlichkeit verdrängt. 1938 flüchtete sie in die USA, wo sie bis zu ihrem Tod blieb. Lange Zeit wurde sie von der Forschung vernachlässigt und im Literaturbetrieb als Unterhaltungsschriftstellerin marginalisiert. Diese Arbeit würdigt sie als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der Zwischenkriegszeit und soll dazu beitragen, dass Kaus der ihr gebührende Platz in der Literatur- und Kulturgeschichte wieder zukommt.
Aus dem Inhalt: Gina Kaus: Leben, Werk, Weltanschauung, Gesellschaftskritik – Literarische Öffentlichkeit in Deutschland und Österreich 1918 bis 1938: ein Überblick – Persönliche und künstlerische Entwicklung: Selbstverständnis als Frau und Schriftstellerin, Positionierungen in der Literatur und im gesellschaftspolitischen Diskurs, die berufliche Existenz als Schriftstellerin, Position als schreibende Frau – Die Stellung in der literarischen Öffentlichkeit: geistiges und soziokulturelles Umfeld, Position in Literaturbetrieb und literarischem Markt, die Publikationsforen, Auswirkungen von Kulturpolitik und Ideologie der autoritären Regime auf die Autorin – Ausblick: Exil in den USA.