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Überfachliche Kompetenzen

Theoretische Grundlegung und empirische Erprobung eines Indikatorensystems

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Urs Grob and Katharina Maag Merki

Wann können Schulen als erfolgreich gelten? Wenn die Schüler/innen maximale Schulleistungen erzielen? Oder wenn sie Fähigkeiten und Haltungen erwerben, die langfristig die Grundlage für eine individuell befriedigende und sozial konstruktive Existenz darstellen? Natürlich ist die Frage so nicht richtig gestellt, handelt es sich doch nicht um sich ausschliessende Optionen, sondern um sich ergänzende wünschenswerte Wirkungen. Während jedoch für die Erfassung von Schulleistungen in den letzten Jahren verlässliche Instrumente entwickelt worden sind, stehen solche im Bereich überfachlicher Kompetenzen noch kaum zur Verfügung. Hier setzt die vorliegende, im Auftrag der Eidgenössischen Jugend- und Rekrutenbefragungen «ch-x» durchgeführte Studie an: Deren Ziel ist die theoretische Grundlegung und die angemessene
Operationalisierung von Kompetenzen, die gelingende Lebensbewältigung in komplexen pluralistischen Gesellschaften versprechen. Ausgehend von einer inhaltsanalytischen Auswertung der Leitbilder der kantonalen Volksschullehrpläne der Schweiz werden die dort eruierten Kompetenzdimensionen einer Operationalisierung zugeführt. Das im Zuge zweier Pretests optimierte Indikatorensystem wird ausführlich dokumentiert. Es lässt sich im Hinblick auf umfassende Qualitätssicherung im Bildungsbereich nutzen.
Aus dem Inhalt: Qualität im Bildungswesen – Schulentwicklung – New Public Management – Outcome-Indicators – Schlüsselqualifikationen – Lehrplananalyse – Kompetenzdimensionen – Messverfahren und Gütestandards – Psychometrische Skalen zu: Selbstwert, Selbstwirksamkeit, relative Eigenständigkeit, Selbstreflexion, Wahrnehmung eigener Gefühle, Umgang mit belastenden Gefühlen, Kreativität, Gesundheit, Kooperationsfähigkeit, berufliche Weiterbildung, Leistungsmotivation, Lern- und Arbeitsstrategien, umweltbezogenes Wissen und Verhalten, soziale Verantwortung, Einstellung zur Gleichberechtigung der Geschlechter, Einstellung zu Ausländern, politisches Wissen und Interesse.