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Vladimir der Heilige

Eine Erinnerungsfigur der russischen Geschichtsdichtung des 18. Jahrhunderts

von Dietger Langer (Autor:in)
Habilitationsschrift 250 Seiten

Zusammenfassung

Vladimir der Heilige, dessen Name in besonderer Weise mit der 988 offiziell erfolgten Taufe Russlands in Verbindung steht, zählt als Geschichtsmythos zum festen Bestandteil des nationalen Selbstverständnisses der Russen und Ukrainer. Die Mythisierungsstufen dieser Herrschergestalt werden daher so thematisiert, daß die Identitätstendenzen des Nationalen und die Funktionalität der Vertextung des Vladimir-Stoffes sichtbar werden. Zwar setzt der Mythisierungsprozeß in der altrussischen Literatur ein, doch erst in der Frühaufklärung wird diese Erinnerungsfigur zum Idealbild eines christlichen Monarchen stilisiert. Später eignet sich das Leben Vladimirs als adäquater historischer Stoff für klassizistische Tragödien, und unter dem Einfluß des Freimaurertums wird die literarische Mythopoiesis des «politischen» Heiligen im allegorischen Epos verortet.

Details

Seiten
250
ISBN (Paperback)
9783631399088
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003. 249 S.

Biographische Angaben

Dietger Langer (Autor:in)

Der Autor: Dietger Langer, geboren 1941 in Hohenlinde, studierte Slavistik und Geschichte an der Universität in Frankfurt am Main, wo er 1971 promovierte. Seit 1971 war er als Assistent am Osteuropa-Zentrum der Justus-Liebig-Universität in Gießen tätig und Lehrbeauftragter für das Fach Geschichtswissenschaften. Gegenwärtig ist er als Fachlehrer und Privatdozent für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Trier tätig.

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Titel: Vladimir der Heilige