Loading...

Stimme, Sprechen und Singen

Transdisziplinäre Zugänge und Perspektiven

by Matthias Attig (Volume editor)
©2026 Edited Collection 290 Pages
Series: LITTERA, Volume 10

Summary

Der Band beleuchtet eine kulturgeschichtlich prägende Tradition der künstlerischen Sprachbehandlung: die musikalische Überformung der Stimme und der sprachlichen Lautgestalt. Er untersucht Gesang, vor allem in Oper und Singspiel, auf seine konzeptuellen Voraussetzungen. Dabei treten Betrachtungsweisen und Konzeptionen der Literatur-, Musik- und Sprachwissenschaft sowie der Medizin, Philosophie und Theologie nebeneinander. Die wissenschaftlichen Beiträge werden durch einen Einblick in die künstlerische Praxis und durch journalistische Essayistik ergänzt. Dieses Arrangement eröffnet beziehungsreiche Ausblicke auf ein breites Themenspektrum, das sich zwischen den Polen ›Phänomenalität‹ und ›Idealität‹ erstreckt. Es reicht von den organischen Grundlagen des Stimmklangs und von der materiellen Qualität der Sprache über die musikalische Stimmgestaltung bis hin zur Wahrnehmungs- und Deutungsgeschichte der Stimme um 1800.

Table Of Contents

  • Abdeckung
  • Titelblatt
  • Copyright-Seite
  • Inhalt
  • Einleitung (Matthias Attig)
  • Zur Semantik von Stimme um 1800. Quantuscumque Gradus ad Parnassum einer Geschichte des Stimme-Begriffs (Jochen A. Bär)
  • 1. Theoretische Vorbemerkungen
  • 2. Das Anliegen
  • 3. Befunde (vorläufiger ZBK-Artikel Stimme)
  • 4. Ausblicke
  • 5. Zitierte Literatur
  • 5.1. Quellen
  • 5.2. Forschungsliteratur
  • Der ›Makel der Flüchtigkeit‹. Die Ephemerizität der Stimme und die Akroaszenz der Sprache (Ludwig Jäger)
  • 1. Zwischen ›Flüchtigkeit‹ und ›Persistenz‹: Zum Ort der Stimme
  • 2. ›Passage zur Abwesenheit‹: Anmerkungen zum Stimmdiskurs in den Kulturwissenschaften
  • 3. Das Akroamatische und das Ephemere: Hegel und Humboldt
  • 3.1 Hegel: ›Die Äußerung des Geistes an den Geist‹
  • 3.2 Humboldt: Die Stimme als ›Handhabe des Geistes‹
  • 4. Zitierte Literatur
  • Kindliche Dysphonie und Dysodie − zwei unterschiedliche Krankheiten oder zwei Aspekte eines Störungsbildes? (Michael Fuchs)
  • 1. Definition
  • 2. Klinische Relevanz
  • 3. Typische Symptome
  • 4. Typische Befunde
  • 5. Therapeutische Aspekte
  • 6. Fazit
  • 7. Zitierte Literatur
  • 8. Glossar
  • Die Stimme – das göttliche Organ im Menschen. Theologische Deutung eines humanen Phänomens (Dietrich Korsch)
  • 1. Die Welt und der Klang
  • 2. Der Klang, die Stimme und der Sinn
  • 3. Die Stimme, der Geist und Gott
  • Gesang, Sprechen, Stimme aus der Perspektive der Lebensphänomenologie (Frédéric Seyler)
  • 1. Jacques Derridas Kritik der Stimme
  • 2. Diskussion: Der Begriff der Selbstaffektion und seine Anwendung auf das Phänomen der Stimme
  • 3. Michel Henrys Begriff des Lebens als Selbstaffektion: Die Stimme als Ausdruck des Lebendig-Seins
  • Zitierte Literatur
  • Mozarts Königin der Nacht: Macht, Moral und Belcanto (Florian Gassner)
  • 1. Böse Figuren und gute Musik
  • 2. Die Unzulänglichkeit der Sprache und die Macht der Zauberflöte
  • 3. Instrumente der Vernunft und erhabene Stimmen
  • 4. Zitierte Literatur
  • Das Tragikomische im Singspiel. Zur Wiederherstellung der Fallhöhe durch die Sprache der Musik (Heiko Ullrich)
  • Zitierte Literatur
  • Musik und Sprache an den fließenden Gattungsgrenzen zwischen Schauspiel und Singspiel im frühen 19. Jahrhundert (Antje Tumat)
  • „… an dergleichen Werken Geschmack finden“. Gedanken zu den großen Chorwerken Andreas Rombergs (Klaus G. Werner)
  • Zitierte Literatur
  • In nuce eine ganze leidvolle Liebeswelt (Moritz Blattmann)
  • Zitierte Literatur
  • 1. Primärliteratur
  • 2. Sekundärliteratur
  • Poetische und musikalische Transpositionen der Sprache bei Johannes Brahms und Klaus Groth (Matthias Attig)
  • Zitierte Literatur
  • Die Denkfigur der Stille in Franz Schuberts Tagebuchnotiz Mein Traum (Tim Schmidt)
  • Zitierte Literatur
  • „…wir wollen doch aber Oper!!!“ Überlegungen zum Vertonen von Texten im Musiktheater (Anno Schreier)
  • 1. Bedürfnis nach Verständlichkeit
  • 2. Verstehen und Erleben
  • 3. Gesang und Rezitativ
  • 4. Syntagma und Paradigma
  • 5. Zwei Beispiele und ein Ergebnis
  • Zitierte Literatur
  • Über die Krise des Operngesangs. Gespräche mit legendären Sängern. Eine Bilanz (Dieter David Scholz)

Matthias Attig

Einleitung

Der vorliegende Band dokumentiert eine internationale Tagung mit transdisziplinärer Ausrichtung, die im Juli 2022 an der Universität Vechta stattfand, und eine thematisch mit ihr verflochtene Vortragsreihe, die im Oktober 2021 ins Leben gerufen wurde. Die Autoren – Vertreter der Literatur-, Musik- und Sprachwissenschaft sowie der Medizin, Philosophie und Theologie, ein Komponist und ein Musikjournalist – widmen sich Sujets und Fragestellungen, die sich unter den Schlagwörtern Stimme, Sprechen und Singen zusammenfassen lassen. Sie nehmen eine für die europäische Kulturgeschichte wesentliche Tradition der ästhetischen Sprachgestaltung, der musikalischen Überformung der sprachlichen Lautsubstanz mitsamt ihren konzeptuellen und strukturellen Voraussetzungen in Augenschein. Indem mannigfaltige Anschauungsweisen, Forschungsprofile und Methoden nebeneinandertreten, eröffnen sich beziehungsreiche Ausblicke auf ein breites Themenspektrum, das sich zwischen den Polen ›Phänomenalität‹ und ›Idealität‹ erstreckt: Es reicht von den physiologischen Grundlagen der Stimme und von der materiellen Qualität der Sprache über deren ästhetische Funktionalisierung im Singen bis hin zur Perzeption und spekulativen Ausdeutung der Stimme. Die nachfolgende Aufstellung der Beiträge soll einen Eindruck von der inhaltlichen Spannweite des Bandes vermitteln.

Zu Beginn zeichnet Jochen A. Bär (Universität Vechta) unter dem Titel »Zur Semantik von Stimme um 1800« eine zentrale Etappe der Geschichte des Stimme-Begriffs nach; er wählt für dieses Unterfangen ein lexiko- und konzeptographisches Beschreibungsverfahren. Indem er die verschiedenen Bedeutungen, das heißt die Verwendungsarten des Wortes Stimme ausformuliert und darüber hinaus bedeutungsgleiche oder äquivalente Vokabeln ermittelt, weist er den Stimme-Begriff als Kondensat kultureller Erfahrung und diskursiver Sinngebungsprozeduren aus, an dem sich literarisch-ästhetische sowie wissenschaftliche Wahrnehmungs- und Erkenntnisformen der Zeit um 1800 in idealtypischer Ausprägung sichtbar machen lassen.

Der zweite Text – »Der ›Makel der Flüchtigkeit‹. Die Ephemerizität der Stimme und die Akroaszenz der Sprache« – stammt von Ludwig Jäger (RWTH Aachen). Die Ansatzpunkte der Erörterung bilden das Sprachdenken Wilhelm von Humboldts und Hegels Hierarchisierung der Künste, unter denen Musik und Dichtung nicht zuletzt aufgrund ihres Ausdrucksmediums, der Stimme, den Primat erhalten. Mit der Denkfigur des Akroamatischen ist eine sinnlich-phänomenale Qualität des Verstehens, ein für dasselbe konstitutives Resonieren im Stimmklang auf eine begriffliche Formel gebracht, die einer vielschichtigen Untersuchung zur Paradigmengeschichte einer akustisch rückgebundenen, auf die Stimme gegründeten Epistemik die Richtung vorgibt; hier kommt neben Hegel und Humboldt Ferdinand de Saussure als dritter kanonischer Denker ins Spiel.

Diesen Aufsätzen folgt eine stimmwissenschaftliche Studie von Michael Fuchs (Universitätsklinikum Leipzig), der sich mit Dysphonie, der Erkrankung der Sprechstimme, und mit Dysodie, der Erkrankung der Singstimme, befasst. Der Beitrag erörtert die Frage, ob es sich bei Dysphonie und Dysodie im Kindesalter um zwei unterschiedliche Störbilder oder zwei Aspekte ein und derselben Krankheit handelt, und nimmt so eine musterhafte Verhältnisbestimmung von begrifflicher Taxonomie und physiologischem Phänomenbereich vor, um die klinische Relevanz der sprachlichen Differenzierung zwischen zwei Krankheitsbildern herauszuarbeiten.

Weitere geisteswissenschaftliche Stimm-Konzeptionen werden im Anschluss von Dietrich Korsch (Universität Marburg) und von Frédéric Seyler (DePaul University Chicago) entfaltet: Dietrich Korsch präsentiert eine »theologische Deutung«, die die Stimme als Medium des göttlichen Geistes und kraft dieser Eigenschaft als Garanten der Erfahrung von Unbedingtheit, Resonanz- und Beziehungsfähigkeit, Sinnerfülltheit und Zweckfreiheit begreift. Diesem theologischen Programm setzt Frédéric Seyler ein philosophisches an die Seite, das »Gesang, Sprechen, Stimme aus der Perspektive der Lebensphänomenologie« beleuchtet; Jacques Derridas Kritik an Michel Henry bietet eine Handhabe, die zunächst breit angelegte Erörterung auf Denkmodelle zuzuspitzen, die im Gesang, im Sprechen und in der Stimme ihre sinnlichen Ankerpunkte haben. Die Lebensphänomenologie erblickt in der Stimme den Schlüssel zu einer unbehinderten Selbst-Affizierung des Sprechenden oder Singenden, zu einer rein immanenten, objektlosen Selbsterfahrung. Die beiden Texte geben einer für die jeweilige Disziplin typischen, Analyse und Einfühlung verbindenden Erkundung von Unmittelbarkeitserlebnissen Raum, wie sie prominente Denktraditionen seit der Antike an die Stimme knüpfen.

Die nächste Abteilung des Bandes versammelt Fallstudien, die das Thema des Bandes weiter konkretisieren; zusammengenommen ergeben sie ein modellartiges Ensemble von Sichtweisen, Erkenntnisinteressen und Konzeptionen inter disciplinas: Florian Gassner (University of British Columbia, Vancouver) nähert sich der enigmatischen Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte unter drei Gesichtspunkten an, die er im Titel seines Beitrags mit den Schlagwörtern Macht, Moral und Belcanto annonciert: Seine Darlegungen projizieren die stimmliche Charakterisierung der Königin der Nacht, die Orchestrierung und die Dramaturgie der Zauberflöte auf eine paradigmengeschichtliche Folie, um die ideelle Ambivalenz des Werkes, wie sie in die Widersprüchlichkeit der Figuren hineingespiegelt ist, und die untergründige zeitgeschichtliche Sprengkraft von Mozarts Musiktheater insgesamt ins Blickfeld zu rücken. Heiko Ullrich (Bruchsal) nimmt sich mit Joseph Richters Travestie Das Urtheil des Paris eines völlig unbekannten Singspiels an, das am Wiener Theater Emanuel Schikaneders seine Premiere erlebte. In seiner philologischen Untersuchung zeichnet der Autor strukturelle und rhetorische Merkmale des Werkes aus, in dessen stilistischen Registerwechseln, die zur Figurencharakteristik beitragen, sich ebenso wie in seinen intertextuellen Bezügen eine bemerkenswerte sprachliche Komplexität dokumentiert. Antje Tumat (Universität Paderborn) widmet sich dem Thema »Musik und Sprache an den fließenden Gattungsgrenzen zwischen Schauspiel und Singspiel im frühen 19. Jahrhundert« und arbeitet die sprach- und musikdramaturgischen Maßstäbe heraus, die seinerzeit an die Gattungsprofile von Singspiel zum einen und Schauspiel mit Musik zum andern angelegt wurden. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei Johann Friedrich Reichardts und Johann Rudolf Zumsteegs kompositorische Adaptionen von Shakespeares Sturm und die in ihnen verwirklichten Strategien zur innermusikalischen Vergegenwärtigung des Wunderbaren. Klaus G. Werner (Universität Vechta) führt die These aus, dass der aus Vechta gebürtige Komponist Andreas Romberg in einer norddeutschen Linie von Komponisten zwischen Carl Philipp Emanuel Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy steht und somit als Bindeglied zwischen der musikalischen »Vorklassik« und der klassischen Romantik eines Mendelssohn gelten kann, das gewissermaßen von der Wiener Klassik berührt, nicht aber komplett eingenommen wird. Diese Auffassung wird durch eine detaillierte Betrachtung großer Vokalwerke Rombergs untermauert. Moritz Blattmann (Hamburg) legt im Rahmen einer mikrostrukturellen Analyse dar, wie systematisch und mit wie subtilen Mitteln in Peter Tschaikowskys Oper Eugen Onegin Musik und Sprache aufeinander abgestimmt sind, dergestalt dass die Musik gestische und semantische Qualitäten annimmt, beredsam wird und den sprachlichen Sinn um zusätzliche Nuancen bereichert. Es zeigt sich, dass die musik- und sprachklangliche Komplexion bei Tschaikowsky intrikate Empfindungen widerspiegelt und psychologische Zusammenhänge konturiert. Matthias Attig (Universität Vechta) beschäftigt sich mit Johannes Brahms’ Lied Wie Melodien zieht es mir, um an diesem Beispiel Strategien aufzuzeigen, deren sich der Komponist bei der musikästhetischen Durchdringung seiner Textvorlagen, bei der Erfassung ihres sprachlichen Sinnes und der ihnen zugrunde liegende poetischen Ideen bedient. Damit werden grundsätzliche Fragen wie die folgenden aufgeworfen: Was bringt das Singen zum Ausdruck, wie ist seine spezifische semiotische Qualität zu bestimmen, welche Konsequenzen hat es für die Aussage eines Textes, dass er gesungen wird? Tim Schmidt (Binghamton University) schließlich führt eine Kategorie ins Treffen, die zu den thematischen Schwerpunkten des Bandes komplementär ist: die der Stille nämlich, welche als hermeneutischer Hebel zur Annäherung an Wahrnehmungsformen nutzbar gemacht wird, die Franz Schubert in einer Mein Traum überschriebenen Tagebuchaufzeichnung mit sprachästhetischen Mitteln exponiert. Der Beitrag hat somit eine Selbstvergegenwärtigung Schuberts in Gestalt einer erzählenden Stimme zum Gegenstand und setzt das oft geleugnete oder unterschätzte sprachliche Artikulationsvermögen des Komponisten ins Licht.

Anno Schreier (Freiburg), einer der wichtigsten Exponenten des zeitgenössischen Musiktheaters, teilt unter dem Titel »… wir wollen doch aber Oper!!!« Überlegungen zur Stimmdramaturgie und zur kompositorischen Logik seiner Musiktheaterwerke mit, wobei er im Rekurs auf Konzeptionen der Librettoforschung das Hauptaugenmerk auf den Gegensatz von syntagmatischen und paradigmatischen Bauformen, von narrativ-linearen und assoziativen, auf Simultanwirkungen abstellenden Sequenzbildungen legt und seine Erläuterungen anhand seines eigenen künstlerischen Schaffens illustriert.

Den Abschluss des Bandes bildet ein Essay aus der Feder des renommierten Autors und Musikjournalisten Dieter David Scholz (Berlin): Er zieht eine Bilanz aus den Gesprächen, die er über 40 Jahre hinweg mit international gefeierten Sängerinnen und Sängern geführt hat, wobei er Ikonen wie Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig, René Fleming und Edita Gruberova zu Wort kommen lässt, die von ihren Erfahrungen mit der eigenen Stimme Zeugnis geben.

Der Herausgeber ist den Autoren und dem Peter Lang Verlag, insbesondere Michael Rücker, Wanda Mohandas, Vanessa Bruhm und Revathy Ravichandran, zu großem Dank verpflichtet. Er ist Jochen A. Bär, Christoph Küper, Wilfried Kürschner, Christoph Schubert und Pamela Steen dafür verbunden, dass sie ihm die Ehre erwiesen haben, den vorliegenden Band in ihre Reihe Littera aufzunehmen. Die Bürgerstiftung Vechta und die Universitätsgesellschaft Vechta e.V. haben dem nunmehr abgeschlossenen Projekt mehrfach großzügige finanzielle Unterstützung gewährt.

Jochen A. Bär

Zur Semantik von Stimme um 1800 Quantuscumque Gradus ad Parnassum einer Geschichte des Stimme-Begriffs

1. Theoretische Vorbemerkungen

In ihrem Artikel Stimme im Historischen Wörterbuch der Philosophie hat Donatella Di Cesare eine kurzgefasste Geschichte des Stimmbegriffs von der jüdischen Tradition und der griechisch-römischen Antike an bis ins 20. Jahrhundert geschrieben (Di Cesare 1998); ein Ähnliches, mit anderen Schwerpunktsetzungen und auf der Grundlage einer anderen Quellenauswahl, unternimmt der Artikel Stimme, Stimmkunde im Historischen Wörterbuch der Rhetorik (Campe/Wilczek 2009). Was die konzeptographischen Nachschlagewerke nicht leisten (wollen), ist eine semasiologisch-lexikographische Darstellung, also eine Beschäftigung mit der Bedeutung bzw. den Bedeutungen des Einzelwortes, die freilich aus linguistischer Sicht die Basis für das weitaus umfassendere begriffshistorische Anliegen bildet.1 Das Anliegen sei hier in Kürze umrissen.

Ausgegangen wird von der Grundannahme des de Saussure’schen Modells, wonach Ausdruck (Signifiant) und Bedeutung (Signifié) eines sprachlichen Zeichens untrennbar miteinander verbunden sind: dergestalt, dass es keine Bedeutungen oder sonstige semantische Größen unabhängig von einem konkreten Ausdruck geben kann. Daraus folgt eine Reihe von weiterführenden Annahmen.

Details

Pages
290
Publication Year
2026
ISBN (PDF)
9783631911471
ISBN (ePUB)
9783631911488
ISBN (Hardcover)
9783631911464
DOI
10.3726/b21361
Language
German
Publication date
2026 (August)
Keywords
Begriffsgeschichte Lebensphänomenologie Singspiel Theologie Gender Literaturwissenschaft Inter- und Transdisziplinarität Medienwissenschaft Multimodalität Musiktheater Musikwissenschaft Oper Operette Semantik Singen Sprache Sprachklang Sprachwissenschaft Stimme Stimm-Medizin Vokalmusik
Published
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. 290 S., 5 farb. Abb., 31 s/w Abb.
Product Safety
Peter Lang Group AG

Biographical notes

Matthias Attig (Volume editor)

Matthias Attig hat Deutsche Philologie, Philosophie und Latinistik an der Universität Heidelberg studiert. Dort erfolgten 2014 auch die Promotion und 2020 die Habilitation. Seine akademische Lehrtätigkeit an den Universitäten Heidelberg, Kassel, Vechta und Budapest erstreckt sich auf das gesamte Gebiet der germanistischen Sprachwissenschaft.

Previous

Title: Stimme, Sprechen und Singen