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Die kindliche Fortbewegungsfreiheit und ihre fürsorgliche Beschränkung durch Eltern und Staat

by Laura Lanwert (Author)
©2026 Thesis XX, 568 Pages

Summary

Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung einer freiheitsentziehenden Unterbringung und freiheitsentziehender Maßnahmen an Kindern. Grundlegend werden die historische Entwicklung der Freiheitsbeschränkung bei Kindern sowie deren verfassungsrechtliche Grundlagen dargestellt. Dabei wird insbesondere das Freiheitsgrundrecht aus Art. 2 Abs. 2 S. 2 GG in den Blick genommen und zu dem Elternrecht aus Art. 6 Abs. 2 GG ins Verhältnis gesetzt. Sodann werden die einfachgesetzlichen Voraussetzungen der Maßnahmen und insbesondere die in § 1631b BGB enthaltenen Genehmigungstatbestände analysiert. Schlussendlich erfolgt eine Darstellung und Beurteilung der Vorschriften der Landesgesetze zur Hilfe und Unterbringung für psychisch Kranke (PsychKG/PsychKHG).

Table Of Contents

  • Umschlag
  • Schmutztitel
  • Studien zum deutschen und internationalen Familien- und Erbrecht
  • Titelseite
  • Copyright-Seite
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Teil 1: Einführung
  • A. Hinführung zum Thema
  • B. Ziel der Untersuchung
  • C. Gang der Untersuchung
  • Teil 2: Standortbestimmung: Freiheitsbeschränkungen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
  • A. Historische Entwicklung der Unterbringung von Kindern und die Rolle von Freiheitseinschränkungen
  • I. Vorläufer der Kinder- und Jugendhilfe: Wandel der Unterbringung von der Verwahr- zur Erziehungsmaßnahme
  • 1. Frühe Neuzeit: Anfänge der organisierten Unterbringung von Kindern
  • 2. Frühes 19. Jahrhundert: Tendenz zur privaten Fürsorge
  • 3. Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches
  • 4. Weimarer Republik: Verstärkung des Erziehungsgedankens im Reichsjugendwohlfahrtsgesetz
  • 5. Nationalsozialismus und Nachkriegszeit
  • 6. Auswirkungen der Heimkampagnen der 1960er Jahre
  • 7. Neuorientierung des Jugendhilferechts durch das SGB VIII
  • 8. Zusammenfassung
  • II. Die Unterbringung psychisch Kranker
  • B. Die Debatte um die freiheitsentziehende Unterbringung neuerer Zeit
  • C. „Geschlossene Unterbringung“ in der Kinder- und Jugendhilfe
  • I. Unterbringung als Form der Hilfegewährung
  • II. Ausgestaltung als geschlossene Unterbringung
  • III. Ursachen und Wirkungen
  • 1. Indikationsstellung durch Verknüpfung von Problemstellung und Maßnahmenentscheidung?
  • 2. Merkmale geschlossen untergebrachter Jugendlicher
  • 3. Kontraindikation
  • 4. Zielsetzungen einer freiheitsentziehenden Unterbringung
  • 5. Auswirkungen einer freiheitsentziehenden Unterbringung auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen
  • a. Entwicklungsmöglichkeiten und -faktoren in der freiheitsentziehenden Unterbringung
  • b. Wahrnehmung der Betroffenen
  • 6. Gefahrenpotential einer freiheitsentziehenden Unterbringung
  • a. Unzureichende Ausgestaltung der Unterbringung
  • b. Störungen im Hilfeprozess
  • c. Übergriffe und Machtmissbrauch
  • d. Bindungsverlust während und nach der Unterbringung
  • IV. Einhaltung fachlicher Standards
  • 1. Ausgestaltung des Hilfeprozesses
  • a. Diagnose/Festlegung der Hilfeform
  • b. Alternativen zu freiheitsentziehender Unterbringung
  • (1) Intensivbetreuung
  • (2) Erlebnispädagogische Maßnahmen
  • (3) Niedrigschwellige Angebote
  • (4) Fazit zu vorhandenen Alternativen
  • 2. Adäquate Umsetzung geschlossener Unterbringung
  • a. Ausgestaltung der Einrichtungen
  • b. Arbeit in den Einrichtungen
  • c. Personal
  • V. Fazit und Stellungnahme: Geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe
  • D. „Geschlossene Unterbringung“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • I. Merkmale für eine Unterbringung in der KJPP
  • II. Abgrenzung zur Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe
  • III. Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten
  • IV. Gefahrenpotential und Ausgestaltung der Unterbringung
  • 1. Gefahrenpotential
  • 2. Ausgestaltung der Unterbringung
  • V. Fazit zur geschlossenen Unterbringung in der KJPP
  • E. „Geschlossene Unterbringung“ behinderter Kinder und Jugendlicher
  • I. Begriff der Behinderung
  • II. Stationäre Unterbringung als Form der Hilfegewährung
  • III. Geschlossene Unterbringung
  • IV. Gefahrenpotential
  • V. Fazit zur geschlossenen Unterbringung behinderter Kinder und Jugendlicher
  • F. Weitere freiheitseinschränkende Maßnahmen
  • I. Maßnahmen, Gründe, Ziele
  • 1. Kinder- und Jugendhilfe
  • 2. KJPP
  • 3. Behindertenhilfe
  • II. Kritik und Gefahrenpotential
  • III. Einhaltung fachlicher Standards
  • IV. Alternative mildere Mittel?
  • V. Fazit zu freiheitseinschränkenden Maßnahmen
  • Teil 3: Fortbewegungsfreiheit Minderjähriger und ihr verfassungsrechtlicher Schutz
  • A. Grundrechte Minderjähriger und ihre Geltendmachung: Grundrechtsmündigkeit und Grundrechtsfähigkeit
  • B. Struktur des verfassungsrechtlichen Freiheitsschutzes
  • I. Art. 2 Abs. 2 S. 2 GG und Art. 104 GG
  • II. Schutzbereich
  • C. Fürsorgliche Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit als Eingriff in Art. 2 Abs. 2 S. 2, 104 GG
  • I. Allgemeine Voraussetzungen für einen Eingriff
  • II. Abgrenzung von Freiheitsentziehungen und Freiheitsbeschränkungen i. e. S.
  • 1. Die Struktur der Freiheitseingriffe in Art. 2 Abs. 2 und Art. 104 GG
  • 2. Allgemeinsprachliche Abgrenzung
  • 3. Abgrenzungskriterien
  • a. Abgrenzung auf zeitlicher Ebene
  • b. Abgrenzung auf räumlicher Ebene
  • (1) Freiheitsentziehung i. S. v. § 2 FreihEntzG a. F. bzw. § 415 FamFG
  • (2) Abgrenzung nach dem räumlichen Umfang der Beschränkung
  • c. Abgrenzung auf sachlicher Ebene
  • (1) Abgrenzung nach der Erforderlichkeit einer richterlichen Anordnung
  • (2) Abgrenzung anhand des Zwecks der Maßnahme
  • (3) Abgrenzung anhand des eingesetzten Mittels
  • (4) Abgrenzung nach der diskriminierenden Wirkung einer Maßnahme
  • 4. Zusammenfassende Bewertung
  • III. Keine Beschränkung des Schutzes auf straf- und ordnungsrechtliche Eingriffe
  • IV. Der entgegenstehende Wille des Betroffenen
  • 1. Als Voraussetzung für die Freiheitsbeschränkung
  • 2. Möglichkeit der Einwilligung
  • 3. Einwilligungsfähigkeit
  • a. Einsichtsfähigkeit als Einwilligungsfähigkeit
  • b. Vorliegen der Einsichtsfähigkeit
  • 4. Einwilligung und Sorgerecht
  • 5. Rechtsfolgen der Einwilligung
  • a. Grundsatz
  • b. Relevanz einer mutmaßlichen Einwilligung
  • V. Bewertung „weiterer“ Freiheitsbeschränkungen bzw. Freiheitsentziehungen
  • D. Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Beschränkung der Freiheit durch Sorgeberechtigte
  • I. Verbleibende Freiheit?
  • II. Geltung von Art. 104 Abs. 2 S. 1 GG für alle Freiheitsentziehungen
  • III. Wirkdimensionen der Freiheitsgrundrechte
  • 1. Unmittelbare Wirkung als Abwehrrechte
  • 2. Recht auf Fortbewegungsfreiheit als drittwirkendes Recht im Verhältnis zu anderen Grundrechtsberechtigten
  • a. Die (Dritt-)Wirkung von Grundrechten zwischen Privaten
  • b. Übertragung der mittelbaren Drittwirkung auf die grundrechtliche Sicherung der Fortbewegungsfreiheit
  • 3. Verfassungsrechtlicher Schutz der Fortbewegungsfreiheit als grundrechtliche Schutzpflicht des Staates
  • a. Grundrechtliche Schutzpflichten des Staates
  • b. Übertragung des Schutzpflichtenkonzepts auf die grundrechtliche Sicherung der Fortbewegungsfreiheit, Art. 104 Abs. 2 GG
  • IV. Verfassungsrechtlicher Schutz der Fortbewegungsfreiheit im Eltern-Kind-Verhältnis
  • 1. Das verfassungsrechtliche Elternrecht als Grundlage der Elternautonomie
  • a. Inhalt und Umfang des Elternrechts
  • b. Die Pflichtenbindung und Kindeswohlorientierung als tatbestandliche Begrenzung des Elternrechts
  • 2. Aufgaben und Grenzen des staatlichen Wächteramts
  • 3. Berücksichtigung der staatsgerichteten Grundrechte des Kindes im Eltern-Kind-Verhältnis: Konfliktlage als Form der Grundrechtskollision?
  • 4. Freiheitsentziehungen durch die Eltern im Spiegel des Elternrechts
  • V. Verfassungsrechtlicher Schutz der Fortbewegungsfreiheit im Vormundschaftsverhältnis
  • 1. Freiheitsentziehung durch Begründung von Fürsorgeverhältnissen
  • 2. Keine Geltung des Art. 6 Abs. 2 GG
  • 3. Unmittelbare Grundrechtsgeltung im Vormundschaftsverhältnis?
  • a. Die Vormundschaft als öffentlich-rechtliche Aufgabe …
  • b. … mit bewusst privatrechtlicher Ausgestaltung
  • c. Abgrenzungskriterien
  • 4. Mittelbare Grundrechtswirkungen im Vormundschaftsverhältnis
  • 5. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Februar 1960 – Erfordernis einer richterlichen Genehmigung nach Art. 104 Abs. 2 GG
  • a. Fallgestaltungen
  • b. Die Entscheidung des Gerichts
  • c. Auswirkungen der Entscheidung
  • (1) Interpretation des Urteils als unmittelbare oder mittelbare Grundrechtswirkung
  • (2) Diskussion über die Übertragung der Urteilsgründe auf die Minderjährigenvormundschaft
  • (3) Übertragung auf Betreuung und Vormundschaft heute
  • 6. Stellungnahme zur verfassungsrechtlichen Einordnung des Vormundschaftsverhältnisses
  • 7. Auswirkungen der staatlichen Schutzpflichten im Vormundschaftsverhältnis
  • VI. Folgen für die Wirkung des Art. 104 GG im Eltern-Kind-Verhältnis?
  • VII. Verortung der Problematik der Grundrechtsmündigkeit
  • VIII. Fazit: Schutzverpflichtung des Staates bei Freiheitseinschränkungen durch Sorgeberechtigte
  • E. Rolle der Sorgeberechtigten bei einer Freiheitseinschränkung durch öffentlich-rechtliche Gewalt
  • I. Eingriff in das Elternrecht
  • II. Einwilligungskompetenz in hoheitliche Eingriffe
  • 1. Einwilligungskompetenz des gesetzlichen Vertreters bei nicht einsichtsfähigen Minderjährigen
  • 2. Einwilligungskompetenz der Eltern unabhängig von der Einsichtsfähigkeit
  • 3. Keine Einwilligungskompetenz des gesetzlichen Vertreters unabhängig von der Einsichtsfähigkeit
  • 4. Alleinige oder kumulative Einwilligungskompetenz bei Einsichtsfähigkeit
  • 5. Erforderlichkeit einer Differenzierung
  • III. Fazit
  • Teil 4: Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit aus völker- und menschenrechtlicher Perspektive
  • A. EMRK
  • I. Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit in der EMRK
  • II. Relevanz der EMRK für das deutsche Recht
  • B. UN-Kinderrechtskonvention
  • I. Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit in der UN-KRK
  • II. Relevanz der UN-Kinderrechtskonvention im deutschen Recht
  • C. UN-Behindertenrechtskonvention
  • I. Schutz der kindlichen Fortbewegungsfreiheit in der UN-BRK
  • II. Relevanz der UN-Behindertenrechtskonvention im deutschen Recht
  • D. EU-Grundrechtecharta
  • I. Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit in der GRC
  • II. Bindungswirkung der EU-Grundrechtecharta
  • E. Zusammenfassung
  • Teil 5: Fürsorgliche Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit durch Sorgeberechtigte
  • A. Grundfall: Freiheitsbeschränkungen durch die Eltern im eigenen Haushalt
  • I. Ausdruck kindeswohlorientierter Elternautonomie
  • 1. Grundsatz der Elternautonomie im BGB
  • 2. Definition durch das Kindeswohl
  • 3. Einordnung von Freiheitsbeschränkungen und -entziehungen als Maßnahme der elterlichen Sorge
  • II. Grenzen
  • 1. Kein Anwendungsfall des § 1631b BGB
  • 2. Kein Anwendungsfall des § 1631 Abs. 2 BGB
  • 3. Grenze des § 1666 BGB
  • B. Freiheitsbeschränkungen und -entziehungen außerhalb des Elternhauses
  • I. Möglichkeit und Notwendigkeit der Unterbringung durch die Eltern
  • II. Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen durch und während der Unterbringung
  • III. Sorgerechtliche Befugnis zur Vornahme freiheitsbeschränkender und freiheitsentziehender Maßnahmen während der Unterbringung
  • 1. Disposition kraft Gesetz, § 1688 BGB
  • 2. Richterlich kontrollierter Dispositionsakt der Eltern, § 1630 Abs. 3 BGB
  • 3. Privatrechtsgeschäftliche Übertragung
  • IV. Die Vorschrift des § 1631b BGB
  • 1. Geschichtliche Entwicklung des § 1631b BGB
  • a. Rechtslage vor Einführung eigener Unterbringungstatbestände im BGB
  • b. Einführung des § 1800 Abs. 2 a. F. BGB durch das Gesetz zur Vereinheitlichung und Änderung familienrechtlicher Vorschriften
  • c. Einführung des § 1631b durch das SorgeRG (1979)
  • (1) Kontroversen im Gesetzgebungsverfahren
  • (2) Neuregelungen der Unterbringung
  • (3) Alternativentwurf der Familienrechtskonvention des Juristinnenbundes
  • d. Betreuungsgesetz (1990)
  • e. Konkretisierung des Entscheidungsmaßstabs des § 1631b BGB
  • f. Erweiterung um freiheitsentziehende Maßnahmen
  • (1) Diskussion um die Bewertung freiheitsentziehender Maßnahmen
  • (a) Analoge Anwendung des § 1906 Abs. 4 a. F. BGB für Kinder
  • (b) Anwendung von § 1631b a. F. BGB auf freiheitsentziehende Maßnahmen
  • aa. Unmittelbare Subsumtion unter § 1631b a. F. BGB
  • bb. Inzidente Überprüfung aller anstehenden Maßnahmen im Unterbringungsverfahren
  • (c) Wunsch nach einer Regelung
  • (2) Neuregelung
  • (3) Kritische Stimmen im Gesetzgebungsverfahren
  • g. Fazit: Entwicklungslinien des § 1631b BGB
  • 2. Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
  • a. Freiheitsentziehende Unterbringung
  • (1) Dauer
  • (2) Intensität
  • (3) Kontaktbeschränkung und ständige Überwachung
  • b. Freiheitsentziehende Maßnahmen
  • (1) Allgemein
  • (2) Orientierung am Zweck
  • (3) Längerer Zeitraum oder Regelmäßigkeit
  • (4) Ort der Maßnahme
  • c. Unterbringung oder doch „nur“ Maßnahme? – Die Abgrenzung von Abs. 1 und 2
  • (1) Notwendigkeit einer Abgrenzung
  • (2) Abgrenzung anhand des engen Unterbringungsbegriffs
  • (3) Problematische Einzelfälle
  • (4) Weiterer Abgrenzungsvorschlag und Stellungnahme
  • d. (Alters-)Üblichkeit
  • e. Unterbringungsähnliche, freiheitsbeschränkende und freiheitsentziehende Maßnahmen
  • f. Die Relevanz des kindlichen Willens
  • (1) Maßnahme gegen oder ohne den Willen
  • (2) Ausschluss der Tatbestandsmäßigkeit durch Einwilligung?
  • (3) Stellungnahme
  • 3. Genehmigungsvoraussetzungen
  • a. Abwendung einer Selbst- und Fremdgefährdung
  • b. Freiheitsentziehende Maßnahmen aus erzieherischen Gründen
  • 4. Konkurrenz von § 1666 BGB und § 1631b BGB
  • a. Antragsstellung ohne Indikation
  • b. Keine Antragsstellung oder Freiheitsentziehung trotz Indikation
  • c. Freiheitsentziehende Unterbringung oder Maßnahme ohne Genehmigung
  • 5. Freiheitsbeschränkungen und -entziehungen nach Übertragung von Sorgebefugnissen auf eine Pflegeperson
  • V. Verfassungsrechtliche Einordnung der Norm
  • 1. Auswirkungen der verfassungsrechtlichen Freiheitsrechte des Kindes
  • a. § 1631b BGB ist kein Unterfall des Art. 104 GG
  • b. Einbeziehung der Wertungen der kindlichen Freiheitsrechte in die Auslegung des § 1631b BGB?
  • 2. § 1631b BGB als Norm des staatlichen Wächteramts
  • a. Doppelter Eingriff in die Elternautonomie
  • b. Rechtfertigung der ersten Eingriffsebene – § 1631b BGB als Vermeidung einer antizipierten Kindeswohlgefährdung
  • (1) § 1666 BGB als einfachgesetzliche Abbildung des verfassungsrechtlichen Schutzkonzepts
  • (2) Definition des Kindeswohls und Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Rahmen des § 1666 BGB
  • (3) Übertragung auf die Versagung der Genehmigung nach § 1631b BGB als erste Eingriffsdimension
  • c. Rechtfertigung der zweiten Eingriffsebene
  • (1) Zulässigkeit staatlichen Handelns ohne Kindeswohlgefährdung
  • (a) Frühzeitige Intervention durch die Jugendhilfe
  • (b) Regelungen der § 8a SGB VIII und § 157 FamFG
  • (c) Kriterien für die Zulässigkeit dieser niedrigschwelligen Maßnahmen
  • aa. Keine Umsetzung positiver staatlicher Kindeswohlmaßstäbe
  • bb. Kein direkter Eingriff in die elterliche Sorge
  • cc. Keine Intervention ohne konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung
  • (d) Zwischenfazit
  • (2) Übertragung auf die Vorabkontrolle durch § 1631b BGB
  • (a) Übertragbarkeit der Zulässigkeitsvoraussetzungen
  • (b) Erfüllung der aufgestellten Kriterien
  • d. Verhältnismäßigkeit der Regelung
  • 3. Fazit: Verfassungsrechtliches Neuverständnis des Eltern-Kind-Verhältnisses
  • VI. Gemeinschaftsrechtliche Vorgaben
  • VII. Ausgestaltung des Genehmigungsverfahrens unter Abbildung der aufgezeigten Problemfelder
  • 1. Antragserfordernis?
  • a. De lege lata
  • b. de lege ferenda
  • 2. Abweichung von der elterlichen Maßnahmenentscheidung?
  • 3. Genehmigung einer konkreten Einrichtung?
  • 4. Sachverständigengutachten und ärztliches Zeugnis
  • a. Verfahren nach § 1631b Abs. 1 BGB
  • b. Verfahren nach § 1631b Abs. 2 BGB
  • 5. Partizipation des Minderjährigen am Verfahren
  • C. Erforderlichkeit und Zulässigkeit einer weitergehenden Regelung für Maßnahmen im elterlichen Haushalt
  • D. Freiheitsentziehung durch Vormund und Pfleger nach (Teil-)Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts
  • I. Gründe für den Sorgerechtsentzug und regelhafte Unterbringung durch den Vormund
  • II. Gleichlauf der sorgerechtlichen Regelungen und Abweichungen
  • III. Erforderlichkeit und Zulässigkeit gesetzlicher Regelungen
  • 1. Erforderlichkeit einer Rechtsgrundlage bei Grundrechtseingriff durch den Vormund
  • 2. Schutzpflicht des Staates bei Freiheitsbeschränkungen durch den Vormund
  • 3. Grenzen einer gesetzlichen Regelung
  • 4. Erforderlichkeit weitergehender Regelungen
  • Teil 6: Fürsorgliche Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit des Kindes durch den Staat
  • A. Freiheitsentziehung während einer Inobhutnahme
  • I. Institut der Inobhutnahme
  • II. Vorläufige Inobhutnahme von unbegleiteten ausländischen Kindern und Jugendlichen
  • III. (Sorge-)Befugnisse des Jugendamts während der Inobhutnahme
  • IV. Freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen während der Inobhutnahme
  • V. Verfassungsrechtliche Legitimation
  • 1. Eingriff in die Elternautonomie
  • 2. Eingriff in die Freiheitsrechte des Kindes
  • B. Freiheitsentziehende Unterbringung aufgrund der Eilkompetenz des Gerichts, §§ 1867 i. V. m. § 1802 Abs. 2, 1693 BGB
  • C. Freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen aufgrund landesrechtlicher Regelungen für psychisch Kranke
  • I. Allgemeines
  • II. Voraussetzungen und Anwendungsfälle der Unterbringung
  • 1. Vorliegen einer psychischen Krankheit
  • 2. Vorliegen eines Gefährdungstatbestands
  • 3. Subsidiarität der Unterbringung und Grundsatz der Erforderlichkeit
  • III. Durchführung der Unterbringung
  • 1. Verfahren
  • 2. Sofortige vorläufige Unterbringung und einstweilige Anordnung
  • IV. Einschränkung der Fortbewegungsfreiheit während der Unterbringung
  • 1. Grundsatz der geschlossenen bzw. freiheitsentziehenden Unterbringung
  • 2. Erforderlichkeit des entgegenstehenden Willens
  • 3. Anwendung unmittelbaren Zwangs
  • 4. Freiheitsentziehende Maßnahmen während der Unterbringung
  • V. Besonderheit für die Unterbringung von Kindern
  • 1. Allgemein
  • 2. Die Rolle der Sorgeberechtigten bei der öffentlich-rechtlichen Unterbringung des Kindes
  • a. Entgegenstehender Wille als Unterbringungsvoraussetzung
  • b. Mitwirkung und Mitteilungspflichten
  • c. Ausschluss der Kommunikation mit dem Kind
  • (1) Besuchskontakte
  • (2) Schriftverkehr
  • (3) Telefongespräche
  • 3. Verhältnis der Unterbringung nach den Landesgesetzen zur zivilrechtlichen Unterbringung durch den gesetzlichen Vertreter
  • a. Das grundsätzliche Verhältnis zwischen der zivilrechtlichen und der öffentlich-rechtlichen Unterbringung
  • b. Vorrang der Unterbringung durch die Eltern als verfassungsrechtliche Notwendigkeit
  • 4. Verhältnis zu einer Inobhutnahme
  • 5. Geeignetheit der landesrechtlichen Unterbringung für Kinder?
  • 6. Ausreichende Rechtfertigung von Freiheitseingriffen
  • a. Interessenwahrung durch Vertretungsorgane
  • b. Verfassungsrechtliche Bedenken
  • VI. Zusammenfassung
  • Teil 7: Fazit und Ausblick
  • Literaturverzeichnis

Studien zum deutschen und internationalen Familien- und Erbrecht

Herausgegeben von Martin Lipp, Christoph Benicke, Marina Wellenhofer, Bettina Heiderhoff und Barbara Veit

Band 38

Laura Lanwert

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Zugl.: Göttingen, Univ., Diss., 2024

DE-7

ISSN 1864-497X

ISBN 978-3-631-95441-6 (Print)

ISBN 978-3-631-95449-2 (ePDF)

ISBN 978-3-631-95450-8 (ePUB)

DOI 10.3726/b23898

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Inhalt

  1. Vorwort

  2. Teil 1 Einführung

    1. A. Hinführung zum Thema

    2. B. Ziel der Untersuchung

    3. C. Gang der Untersuchung

  3. Teil 2 Standortbestimmung: Freiheitsbeschränkungen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

    1. A. Historische Entwicklung der Unterbringung von Kindern und die Rolle von Freiheitseinschränkungen

      1. I. Vorläufer der Kinder- und Jugendhilfe: Wandel der Unterbringung von der Verwahr- zur Erziehungsmaßnahme

        1. 1. Frühe Neuzeit: Anfänge der organisierten Unterbringung von Kindern

        2. 2. Frühes 19. Jahrhundert: Tendenz zur privaten Fürsorge

        3. 3. Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches

        4. 4. Weimarer Republik: Verstärkung des Erziehungsgedankens im Reichsjugendwohlfahrtsgesetz

        5. 5. Nationalsozialismus und Nachkriegszeit

        6. 6. Auswirkungen der Heimkampagnen der 1960er Jahre

        7. 7. Neuorientierung des Jugendhilferechts durch das SGB VIII

        8. 8. Zusammenfassung

      2. II. Die Unterbringung psychisch Kranker

    2. B. Die Debatte um die freiheitsentziehende Unterbringung neuerer Zeit

    3. C. „Geschlossene Unterbringung“ in der Kinder- und Jugendhilfe

      1. I. Unterbringung als Form der Hilfegewährung

      2. II. Ausgestaltung als geschlossene Unterbringung

      3. III. Ursachen und Wirkungen

        1. 1. Indikationsstellung durch Verknüpfung von Problemstellung und Maßnahmenentscheidung?

        2. 2. Merkmale geschlossen untergebrachter Jugendlicher

        3. 3. Kontraindikation

        4. 4. Zielsetzungen einer freiheitsentziehenden Unterbringung

        5. 5. Auswirkungen einer freiheitsentziehenden Unterbringung auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen

          1. a. Entwicklungsmöglichkeiten und -faktoren in der freiheitsentziehenden Unterbringung

          2. b. Wahrnehmung der Betroffenen

          3. 6. Gefahrenpotential einer freiheitsentziehenden Unterbringung

          4. a. Unzureichende Ausgestaltung der Unterbringung

          5. b. Störungen im Hilfeprozess

          6. c. Übergriffe und Machtmissbrauch

          7. d. Bindungsverlust während und nach der Unterbringung

    4. IV. Einhaltung fachlicher Standards

      1. 1. Ausgestaltung des Hilfeprozesses

        1. a. Diagnose/Festlegung der Hilfeform

        2. b. Alternativen zu freiheitsentziehender Unterbringung

          1. (1) Intensivbetreuung

          2. (2) Erlebnispädagogische Maßnahmen

          3. (3) Niedrigschwellige Angebote

          4. (4) Fazit zu vorhandenen Alternativen

      2. 2. Adäquate Umsetzung geschlossener Unterbringung

        1. a. Ausgestaltung der Einrichtungen

        2. b. Arbeit in den Einrichtungen

        3. c. Personal

      3. V. Fazit und Stellungnahme: Geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe

    5. D. „Geschlossene Unterbringung“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

      1. I. Merkmale für eine Unterbringung in der KJPP

      2. II. Abgrenzung zur Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe

      3. III. Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten

      4. IV. Gefahrenpotential und Ausgestaltung der Unterbringung

        1. 1. Gefahrenpotential

        2. 2. Ausgestaltung der Unterbringung

      5. V. Fazit zur geschlossenen Unterbringung in der KJPP

    6. E. „Geschlossene Unterbringung“ behinderter Kinder und Jugendlicher

      1. I. Begriff der Behinderung

      2. II. Stationäre Unterbringung als Form der Hilfegewährung

      3. III. Geschlossene Unterbringung

      4. IV. Gefahrenpotential

      5. V. Fazit zur geschlossenen Unterbringung behinderter Kinder und Jugendlicher

    7. F. Weitere freiheitseinschränkende Maßnahmen

      1. I. Maßnahmen, Gründe, Ziele

        1. 1. Kinder- und Jugendhilfe

        2. 2. KJPP

        3. 3. Behindertenhilfe

      2. II. Kritik und Gefahrenpotential

      3. III. Einhaltung fachlicher Standards

      4. IV. Alternative mildere Mittel?

      5. V. Fazit zu freiheitseinschränkenden Maßnahmen

  4. Teil 3 Fortbewegungsfreiheit Minderjähriger und ihr verfassungsrechtlicher Schutz

    1. A. Grundrechte Minderjähriger und ihre Geltendmachung: Grundrechtsmündigkeit und Grundrechtsfähigkeit

    2. B. Struktur des verfassungsrechtlichen Freiheitsschutzes

      1. I. Art. 2 Abs. 2 S. 2 GG und Art. 104 GG

      2. II. Schutzbereich

    3. C. Fürsorgliche Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit als Eingriff in Art. 2 Abs. 2 S. 2, 104 GG

      1. I. Allgemeine Voraussetzungen für einen Eingriff

      2. II. Abgrenzung von Freiheitsentziehungen und Freiheitsbeschränkungen i. e. S.

        1. 1. Die Struktur der Freiheitseingriffe in Art. 2 Abs. 2 und Art. 104 GG

        2. 2. Allgemeinsprachliche Abgrenzung

        3. 3. Abgrenzungskriterien

          1. a. Abgrenzung auf zeitlicher Ebene

          2. b. Abgrenzung auf räumlicher Ebene

            1. (1) Freiheitsentziehung i. S. v. § 2 FreihEntzG a. F. bzw. § 415 FamFG

            2. (2) Abgrenzung nach dem räumlichen Umfang der Beschränkung

          3. c. Abgrenzung auf sachlicher Ebene

            1. (1) Abgrenzung nach der Erforderlichkeit einer richterlichen Anordnung

            2. (2) Abgrenzung anhand des Zwecks der Maßnahme

            3. (3) Abgrenzung anhand des eingesetzten Mittels

            4. (4) Abgrenzung nach der diskriminierenden Wirkung einer Maßnahme

      3. 4. Zusammenfassende Bewertung

    4. III. Keine Beschränkung des Schutzes auf straf- und ordnungsrechtliche Eingriffe

    5. IV. Der entgegenstehende Wille des Betroffenen

      1. 1. Als Voraussetzung für die Freiheitsbeschränkung

      2. 2. Möglichkeit der Einwilligung

      3. 3. Einwilligungsfähigkeit

        1. a. Einsichtsfähigkeit als Einwilligungsfähigkeit

        2. b. Vorliegen der Einsichtsfähigkeit

      4. 4. Einwilligung und Sorgerecht

      5. 5. Rechtsfolgen der Einwilligung

        1. a. Grundsatz

        2. b. Relevanz einer mutmaßlichen Einwilligung

    6. V. Bewertung „weiterer“ Freiheitsbeschränkungen bzw. Freiheitsentziehungen

  5. D. Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Beschränkung der Freiheit durch Sorgeberechtigte

    1. I. Verbleibende Freiheit?

    2. II. Geltung von Art. 104 Abs. 2 S. 1 GG für alle Freiheitsentziehungen

    3. III. Wirkdimensionen der Freiheitsgrundrechte

      1. 1. Unmittelbare Wirkung als Abwehrrechte

      2. 2. Recht auf Fortbewegungsfreiheit als drittwirkendes Recht im Verhältnis zu anderen Grundrechtsberechtigten

        1. a. Die (Dritt-)Wirkung von Grundrechten zwischen Privaten

        2. b. Übertragung der mittelbaren Drittwirkung auf die grundrechtliche Sicherung der Fortbewegungsfreiheit

      3. 3. Verfassungsrechtlicher Schutz der Fortbewegungsfreiheit als grundrechtliche Schutzpflicht des Staates

        1. a. Grundrechtliche Schutzpflichten des Staates

        2. b. Übertragung des Schutzpflichtenkonzepts auf die grundrechtliche Sicherung der Fortbewegungsfreiheit, Art. 104 Abs. 2 GG

    4. IV. Verfassungsrechtlicher Schutz der Fortbewegungsfreiheit im Eltern-Kind-Verhältnis

      1. 1. Das verfassungsrechtliche Elternrecht als Grundlage der Elternautonomie

        1. a. Inhalt und Umfang des Elternrechts

        2. b. Die Pflichtenbindung und Kindeswohlorientierung als tatbestandliche Begrenzung des Elternrechts

      2. 2. Aufgaben und Grenzen des staatlichen Wächteramts

      3. 3. Berücksichtigung der staatsgerichteten Grundrechte des Kindes im Eltern-Kind-Verhältnis: Konfliktlage als Form der Grundrechtskollision?

      4. 4. Freiheitsentziehungen durch die Eltern im Spiegel des Elternrechts

    5. V. Verfassungsrechtlicher Schutz der Fortbewegungsfreiheit im Vormundschaftsverhältnis

      1. 1. Freiheitsentziehung durch Begründung von Fürsorgeverhältnissen

      2. 2. Keine Geltung des Art. 6 Abs. 2 GG

      3. 3. Unmittelbare Grundrechtsgeltung im Vormundschaftsverhältnis?

        1. a. Die Vormundschaft als öffentlich-rechtliche Aufgabe …

        2. b. … mit bewusst privatrechtlicher Ausgestaltung

        3. c. Abgrenzungskriterien

      4. 4. Mittelbare Grundrechtswirkungen im Vormundschaftsverhältnis

      5. 5. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Februar 1960 – Erfordernis einer richterlichen Genehmigung nach Art. 104 Abs. 2 GG

        1. a. Fallgestaltungen

        2. b. Die Entscheidung des Gerichts

        3. c. Auswirkungen der Entscheidung

          1. (1) Interpretation des Urteils als unmittelbare oder mittelbare Grundrechtswirkung

          2. (2) Diskussion über die Übertragung der Urteilsgründe auf die Minderjährigenvormundschaft

          3. (3) Übertragung auf Betreuung und Vormundschaft heute

      6. 6. Stellungnahme zur verfassungsrechtlichen Einordnung des Vormundschaftsverhältnisses

      7. 7. Auswirkungen der staatlichen Schutzpflichten im Vormundschaftsverhältnis

    6. VI. Folgen für die Wirkung des Art. 104 GG im Eltern-Kind-Verhältnis?

    7. VII. Verortung der Problematik der Grundrechtsmündigkeit

    8. VIII. Fazit: Schutzverpflichtung des Staates bei Freiheitseinschränkungen durch Sorgeberechtigte

  6. E. Rolle der Sorgeberechtigten bei einer Freiheitseinschränkung durch öffentlich-rechtliche Gewalt

    1. I. Eingriff in das Elternrecht

    2. II. Einwilligungskompetenz in hoheitliche Eingriffe

      1. 1. Einwilligungskompetenz des gesetzlichen Vertreters bei nicht einsichtsfähigen Minderjährigen

      2. 2. Einwilligungskompetenz der Eltern unabhängig von der Einsichtsfähigkeit

      3. 3. Keine Einwilligungskompetenz des gesetzlichen Vertreters unabhängig von der Einsichtsfähigkeit

      4. 4. Alleinige oder kumulative Einwilligungskompetenz bei Einsichtsfähigkeit

      5. 5. Erforderlichkeit einer Differenzierung

    3. III. Fazit

  7. Teil 4 Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit aus völker- und menschenrechtlicher Perspektive

    1. A. EMRK

      1. I. Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit in der EMRK

      2. II. Relevanz der EMRK für das deutsche Recht

    2. B. UN-Kinderrechtskonvention

      1. I. Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit in der UN-KRK

      2. II. Relevanz der UN-Kinderrechtskonvention im deutschen Recht

    3. C. UN-Behindertenrechtskonvention

      1. I. Schutz der kindlichen Fortbewegungsfreiheit in der UN-BRK

      2. II. Relevanz der UN-Behindertenrechtskonvention im deutschen Recht

    4. D. EU-Grundrechtecharta

      1. I. Schutz kindlicher Fortbewegungsfreiheit in der GRC

      2. II. Bindungswirkung der EU-Grundrechtecharta

    5. E. Zusammenfassung

  8. Teil 5 Fürsorgliche Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit durch Sorgeberechtigte

    1. A. Grundfall: Freiheitsbeschränkungen durch die Eltern im eigenen Haushalt

      1. I. Ausdruck kindeswohlorientierter Elternautonomie

        1. 1. Grundsatz der Elternautonomie im BGB

        2. 2. Definition durch das Kindeswohl

        3. 3. Einordnung von Freiheitsbeschränkungen und -entziehungen als Maßnahme der elterlichen Sorge

      2. II. Grenzen

        1. 1. Kein Anwendungsfall des § 1631b BGB

        2. 2. Kein Anwendungsfall des § 1631 Abs. 2 BGB

        3. 3. Grenze des § 1666 BGB

    2. B. Freiheitsbeschränkungen und -entziehungen außerhalb des Elternhauses

      1. I. Möglichkeit und Notwendigkeit der Unterbringung durch die Eltern

      2. II. Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen durch und während der Unterbringung

      3. III. Sorgerechtliche Befugnis zur Vornahme freiheitsbeschränkender und freiheitsentziehender Maßnahmen während der Unterbringung

        1. 1. Disposition kraft Gesetz, § 1688 BGB

        2. 2. Richterlich kontrollierter Dispositionsakt der Eltern, § 1630 Abs. 3 BGB

        3. 3. Privatrechtsgeschäftliche Übertragung

      4. IV. Die Vorschrift des § 1631b BGB

        1. 1. Geschichtliche Entwicklung des § 1631b BGB

          1. a. Rechtslage vor Einführung eigener Unterbringungstatbestände im BGB

          2. b. Einführung des § 1800 Abs. 2 a. F. BGB durch das Gesetz zur Vereinheitlichung und Änderung familienrechtlicher Vorschriften

          3. c. Einführung des § 1631b durch das SorgeRG (1979)

            1. (1) Kontroversen im Gesetzgebungsverfahren

            2. (2) Neuregelungen der Unterbringung

            3. (3) Alternativentwurf der Familienrechtskonvention des Juristinnenbundes

          4. d. Betreuungsgesetz (1990)

          5. e. Konkretisierung des Entscheidungsmaßstabs des § 1631b BGB

          6. f. Erweiterung um freiheitsentziehende Maßnahmen

            1. (1) Diskussion um die Bewertung freiheitsentziehender Maßnahmen

              1. (a) Analoge Anwendung des § 1906 Abs. 4 a. F. BGB für Kinder

              2. (b) Anwendung von § 1631b a. F. BGB auf freiheitsentziehende Maßnahmen

                1. aa. Unmittelbare Subsumtion unter § 1631b a. F. BGB

                2. bb. Inzidente Überprüfung aller anstehenden Maßnahmen im Unterbringungsverfahren

              3. (c) Wunsch nach einer Regelung

            2. (2) Neuregelung

            3. (3) Kritische Stimmen im Gesetzgebungsverfahren

          7. g. Fazit: Entwicklungslinien des § 1631b BGB

        2. 2. Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen

          1. a. Freiheitsentziehende Unterbringung

            1. (1) Dauer

            2. (2) Intensität

            3. (3) Kontaktbeschränkung und ständige Überwachung

          2. b. Freiheitsentziehende Maßnahmen

            1. (1) Allgemein

            2. (2) Orientierung am Zweck

            3. (3) Längerer Zeitraum oder Regelmäßigkeit

            4. (4) Ort der Maßnahme

          3. c. Unterbringung oder doch „nur“ Maßnahme? – Die Abgrenzung von Abs. 1 und 2

            1. (1) Notwendigkeit einer Abgrenzung

            2. (2) Abgrenzung anhand des engen Unterbringungsbegriffs

            3. (3) Problematische Einzelfälle

            4. (4) Weiterer Abgrenzungsvorschlag und Stellungnahme

          4. d. (Alters-)Üblichkeit

          5. e. Unterbringungsähnliche, freiheitsbeschränkende und freiheitsentziehende Maßnahmen

          6. f. Die Relevanz des kindlichen Willens

            1. (1) Maßnahme gegen oder ohne den Willen

            2. (2) Ausschluss der Tatbestandsmäßigkeit durch Einwilligung?

            3. (3) Stellungnahme

        3. 3. Genehmigungsvoraussetzungen

Details

Pages
XX, 568
Publication Year
2026
ISBN (PDF)
9783631954492
ISBN (ePUB)
9783631954508
ISBN (Hardcover)
9783631954416
DOI
10.3726/b23898
Language
German
Publication date
2026 (September)
Keywords
PsychKG / PsychKHG Grundrechtswirkung im Eltern-Kind-Verhältnis Verhältnis Elternrecht/Kinderrechte Freiheitsentziehung Freiheitsbeschränkung Freiheitsgrundrecht Geschlossene Unterbringung Freiheitsentziehende Maßnahmen Freiheitsentziehende Unterbringung
Published
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. xx, 568 S.
Product Safety
Peter Lang Group AG

Biographical notes

Laura Lanwert (Author)

Laura Lanwert hat Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen studiert. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Privat- und Prozessrecht der Universität Göttingen tätig und hat den Juristischen Vorbereitungsdienst im Oberlandesgerichtsbezirk Celle absolviert. Seit 2020 ist sie im Justizdienst des Landes Niedersachsen tätig und seit 2024 Richterin am Amtsgericht.

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Title: Die kindliche Fortbewegungsfreiheit und ihre fürsorgliche Beschränkung durch Eltern und Staat