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Heimat auf Zeit. Zur Funktion von Alteritätserfahrungen in Stephan Thomes Grenzgang (2009)

by Natalie Moser (Author)
15 Pages
Open Access
Journal: literatur für leser:innen Volume 47 Issue 3 Publication Year 2024 pp. 211 - 225

Summary

In Stephan Thomes literarischem Debüt Grenzgang (2009) werden nicht nur Schauplätze, insbesondere die fiktive Kleinstadt Bergenstadt mit dörflich anmutenden Gemeinschaften und Ritualen, sondern auch Romanfiguren mit Rückgriff auf Dichotomien wie ‚fremd‘ versus ‚eigen‘ oder ‚hier‘ versus ‚dort‘ charakterisiert. Diese und andere Gegenüberstellungen wie etwa ‚Mann‘ versus ‚Frau‘ werden im Laufe der Geschichte über ein alle sieben Jahre stattfindendes Grenzbegehungsfest, den titelgebenden Grenzgang, reflektiert und problematisiert. Der multiperspektivische Roman fokussiert dabei vor allem Fremdheits- und Irritationserfahrungen, die mit Beheimatungspraktiken einhergehen. Auf diese Weise werden Interferenzen zwischen vermeintlichen Gegensätzen und Verfechtungen lokaler, globaler und planetarer Dimensionen sichtbar, die auch ein thematisches Zentrum der auf den Debütroman folgenden Texte des transkulturellen Schriftstellers bilden.

Details

Pages
15
DOI
10.3726/lfl.2024.03.03
Open Access
CC-BY
Publication date
2026 (August)
Keywords
Grenzgang Grenze Heimat Provinzialität Alterität
Product Safety
Peter Lang Group AG

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Title: Heimat auf Zeit. Zur Funktion von Alteritätserfahrungen in Stephan Thomes Grenzgang (2009)