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Die Fülle des Nichts

Wie Dada die Kontingenz zur Weltanschauung macht

Iris Forster

Es ist immer auch anders möglich, vor allem anders als man denkt. So müsste ein Leitsatz Dadas heißen, wenn es denn einen gegeben hätte. Nicht Logik, Verstand und Weitblick, schon gar nicht Regeln oder Ideale bestimmen Dadas Weltsicht, es ist die Kontingenz und mit ihr die Hingabe an das Nichts als einen Zustand völliger Wertfreiheit und Indifferenz.

Dieser birgt, so offenbart es die dadaistische Anti-Kunst, eine Fülle an Möglichkeiten, die bisher Undenkbares, Unsagbares und Unfassbares in Beziehung zueinander setzen kann – ganz nach dem Prinzip des Zufalls, der Intuition und der Spontaneität des Einzelnen und ganz entgegen der traditionellen Forderung nach dauerhafter Bedeutung und Sinnhaftigkeit der Kunst für die Allgemeinheit. Der künstlerische Ausdruck des Dadaisten steht für sein innerstes Empfinden und für sich selbst, keinesfalls aber für eine allgemeine Sehnsucht nach einem einheitsstiftenden Ideal, worauf die Moderne doch allzu gerne vertrösten wollte.

Die vorliegende Arbeit versucht eben dieses Moment der Inversion genauer zu fassen. Verschiedenen einheitsorientierten Weltordnungsmodellen des 19. Jahrhunderts stellt sie Dada als ein Phänomen gegenüber, das stattdessen für das Erleben der Vielheit im Hier und Jetzt plädiert.
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Edited by Iris Forster, Tobias Heinz and Martin Neef

Der Band Sprachdenker versammelt 14 Porträts von Persönlichkeiten, die wichtige Impulse zum abendländischen Denken über Sprache gegeben haben, verfasst von 14 verschiedenen Autoren. So unterschiedlich die einzelnen Texte konzeptionell und stilistisch gestaltet sind, finden sie ihren Zusammenhalt in ihrer Bindung an Ideen, Theorien und Modellierungen je eines einzelnen Individuums. Diese Konzeption basiert auf der Überzeugung, dass die auf einzelne Sprachdenker bezogenen Inhalte und Formen des Sprachdenkens gerade in ihrer Perspektivierung, Standortgebundenheit und Ausschnitthaftigkeit authentisch sind und ihr Potential entfalten. Nicht die ehrfurchtsvolle Haltung unkritischer Bewunderung prägt den Duktus der Beiträge, sondern das konstruktive Neu-Befragen von Sprachdenkern, deren Ideen und Konzepte als Manifestationen fremder Denkkraft gegenwärtig und wirkungsmächtig bleiben.
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Edited by Martin Neef, Susanne Borgwaldt, Iris Forster and Imke Lang-Groth

Skandale als aufsehenerregende Ärgernisse sind Einfallstore für die Beschäftigung mit Themen verschiedenster Art. Dieser Band versammelt in 16 von verschiedenen Autoren verfassten Kapiteln Skandale aus dem Umfeld der Sprache. Affären zwischen Sprachakteuren führen Chomsky und Skinner zusammen ebenso wie Heine und Platen sowie Hoffmann von Fallersleben und die Brüder Grimm. Im Innern der Sprache stoßen sich Skandalforscher an verbotenen Wörtern, an der kurzschlüssigen Gleichsetzung von Genus und Geschlecht und an der mangelhaften linguistischen Fundierung der Orthographiereform. Die Realität des Englischunterrichts in Grundschulen wie auch der drohende Muttersprachenverlust bei Migranten lassen die Frage aufkommen, ob Individuen im Dickicht zwischen den Sprachen verlorenzugehen drohen.