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Energiediskurs

Perspektiven auf Sprache und Kommunikation im Kontext der Energiewende

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Edited By Nicole Rosenberger and Ulla Kleinberger

Der in der Schweiz und in Deutschland beschlossene Atomausstieg hat die Debatte um Energieversorgung und -verbrauch ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die Diskussion um die Energieproblematik tangiert Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen. Für die Umsetzung der Energiewende braucht es die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure und deren Austausch über Energiethemen. Dabei stellt sich die Frage, wie Sprache in diesen Diskursen verwendet wird und welchen Einfluss Sprache und Kommunikation auf Meinungsbildung, Akzeptanz und Verhalten haben.

Die Beiträge dieses Bandes beleuchten den Energiediskurs in der öffentlichen Kommunikation und gehen neben methodischen Fragestellungen konkreten Problemstellungen aus der Kommunikationspraxis nach: Wie können Energieunternehmen verständlich mit ihren Kundinnen und Kunden kommunizieren? Inwieweit kann die Öffentlichkeit in die Behördenkommunikation eingebunden werden? Wie beeinflussen Sprache und sprachliche Mittel die Energiedebatte? Welcher sprachlichen Einheiten bedient sich die Debatte? Allen Beiträgen gemeinsam ist der Fokus auf das Zusammenspiel von Sprache, Kommunikation und Interaktion sowie das Aufzeigen der Bedeutung angewandter Linguistik für gesellschaftliche Veränderungsprozesse.

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„Wenn Fukushima gar nicht gewesen wäre …“: Diskursanalytische Zugänge zur Energiepolitik (Peter Stücheli-Herlach / Pascal Tanner / Dominik Batz)

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PETER STÜCHELI-HERLACH / PASCAL TANNER / DOMINIK BATZ

„Wenn Fukushima gar nicht gewesen wäre …“: Diskursanalytische Zugänge zur Energiepolitik

Kollektive Problemlösung in der Energiepolitik ist, wie auf anderen Politikfeldern auch, auf eine funktionierende öffentliche Kommunikation angewiesen. Deren Grundlage bilden interaktive Prozesse der Vernetzung, die massgeblich durch diskursive Praktiken vollzogen werden: Diese bringen Wissen in sprachliche Ordnungen und verbinden und integrieren dadurch Politiknetzwerke. Wie das in einzelnen Kommunikationsbeiträgen, in Textserien einer Organisation und schliesslich akteursübergreifend, über die Zeit und verschiedene Medien hinweg geschehen kann, zeigt das Beispiel des Gebrauchs der Bezeichnung „Fukushima“ in der Schweizerischen Energiepolitik seit dem Jahr 2011. Diskursanalytische Erkenntnisse dieser Art sind strategisch relevant für hochgradig vernetzte Akteure komplexer Politikfelder.

1. Die Öffentlichkeit des Politikfelds

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