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Wie Kinder ein Bilderbuch verstehen

Eine empirische Studie zur Entwicklung des Textverstehens- Schulsynode

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Inge Rychener

Viele Jugendliche haben Schwierigkeiten, einen gelesenen Text zu verstehen – so bestätigt es auch die Pisa Studie 2009. Allen im Bildungsbereich Tätigen ist bewusst, dass sie das Textverstehen bereits bei jungen Kindern aktiv und gezielt fördern sollten. Dabei stellen sich folgende Fragen: Wo kann diese Unterstützung beginnen? Wie versteht ein Kind überhaupt einen Text? Wie sollen Lehrende eine Förderung sinnvoll strukturieren?
Diese Studie analysiert den Entwicklungsstand des Textverstehens von Lernenden der zweiten Primarklasse (4. Bildungsjahr). Der komplexe Prozess des Textverstehens lässt sich dabei in fünf Gruppen von Operationen zusammenfassen. Diese Gruppen ermöglichen es, Textverstehen an lehr- und lernbaren Kriterien festzumachen. Die Autorin untersucht anhand eines Bilderbuches, wie weit die Operationen und deren Zusammenspiel bei Kindern entwickelt sind. Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur umfassenden Förderung des Textverstehens von jungen Kindern: Lehrpersonen erhalten ein Instrument, welches ihnen erlaubt, das Textverstehen bei Kindern bereits ab dem frühen Vorlese- und Lesealter gezielt zu fördern.

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8. Empirischer Teil 111

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111 8. Empirischer Teil Bei der Ausarbeitung des Fragebogens wurde berücksichtigt, dass eine Befragung von Kindern sich von einer Befragung von Erwachsenen unterscheidet. Punch untersuchte diese Unterschiede und stellte grundsätzlich fest, „[…] research with children is potentially different form research with adults […].“ (Punch, 2002, S. 321). Bei der Formulierung der Fragen muss insbesondere berücksichtigt werden, dass Kinder einen limitierteren Wortschatz haben als Erwachsene, dass sie weniger Welt- und Lebenserfahrung haben und über eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne verfügen. (Punch, 2002, S 324). Es muss ausserdem bedacht werden, dass Kinder sich selten mit unbekannten Erwachsenen in einer eins-zu-eins-Situation austauschen. Die Gesprächssituation muss deshalb sorgfältig vorbereitet werden, damit eine Vertrauensbasis entstehen kann. (Punch, 2002, S. 327). Zusammenfassen hält Punch fest: The challenge is to strike a balance between not patronizing children and recog- nizing their competencies, while maintaining their enjoyment of being involved with the research and facilitating their ability to communicate their view of the world. (Punch, 2002, S. 337) 112 8.1 Das Interview – die Fragen Analytische Operationen: 1. Rekodieren Frage 1: Seite 1: Was ist gemeint mit ‚in einer Ecke des Meeres’? Frage 7: Seite 8: ‚Sie schillerte in allen Farben des Regenbogens’. Kannst du mir beschreiben, wie das aussieht? Frage 9: Seite 13: Kennst du ein anderes Wort für ‚heiter’? Frage 17: Bild Seiten 23/24: Kannst du mir erklären, was hier passiert? Frage 18: Seite: 25: ‚Ein Fisch aus Fischen’: Was bedeutet das? Holistische Operationen: 2. Vorstellungen aktivieren Frage 10: Seite 14:...

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