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Englisch lernen mit portablen elektronischen Wörterbüchern

Ergebnisse der Studie Mobile Dictionaries

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Bärbel Diehr, Ralf Gießler and Jan Kassel

Portable elektronische Wörterbücher (PEW) enthalten als abgeschlossene Endgeräte mehrere Wörterbücher und erhöhen so die Nachschlagerate. Zwar fordern Bildungsstandards den kompetenten Umgang mit elektronischen Wörterbüchern, doch Langzeitstudien zum Gebrauch und Nutzen von PEW im deutschsprachigen Raum existieren bislang nicht. Die MobiDic-Studie wurde zwischen 2010 und 2013 an Wuppertaler Haupt- und Gesamtschulen durchgeführt und untersucht die Auswirkungen von PEW auf mehrere Bereiche fremdsprachlichen Lernens (z.B. Leseverstehen). Dabei lag der Fokus der Videostudie auf der Beobachtung und Auswertung des Nachschlagevorgangs beim Schreiben. Die Analyse der MobiDic-Studie zeigt, dass PEW ein sinnvolles Hilfsmittel für den Englischunterricht sind und zur Förderung des Fremdsprachenlernens – vor allem von leistungsschwächeren Lernern – beitragen.

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5 Rahmenbedingungen und Alleinstellungsmerkmale der MobiDic-Studie

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5   Rahmenbedingungen und Alleinstellungsmerkmale der MobiDic-Studie

Bisher hat sich die fachdidaktische Forschung kaum der digitalen Wörterbücher als Forschungsobjekt angenommen, obwohl auf der schulpolitischen Ebene intensiv und kontrovers über den Umgang mit elektronischen Wörterbüchern (meist in Form von Smartphone-Apps oder Internet-Wörterbüchern) diskutiert wird. In fünf Bundesländern (Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen) sind PEW bereits im Abitur zugelassen, weitere Schulministerien erörtern die Zulassung, nachdem elektronische Wörterbücher in den Bildungsstandards für die gymnasiale Oberstufe ausdrücklich als potenzielles Hilfsmittel für das Abitur genannt wurden (KMK 2012: 31). Aussagen über den Nutzen und Gebrauch von PEW im Schulalltag haben sowohl für die Fremdsprachendidaktik, als auch für Lehrende und Lernende sowie politische Entscheidungsträger eine unmittelbare Relevanz. Mit dem Forschungsprojekt MobiDic wird erstmalig in einer Langzeitstudie (2/2011 bis 1/2014) der potenzielle Nutzen des portablen elektronischen Wörterbuchs für schulische Lehr- und Lernprozesse im Englischunterricht erforscht.

Die Stärke fachdidaktischer Forschung, die vor allem in der Ausrichtung auf fachliches Lernen liegt (vgl. Terhart 2011: 247), kommt in der MobiDic-Studie zur vollen Entfaltung. Die Studie berücksichtigt fremdsprachenspezifische curriculare Ziele, unterrichtliche Rahmenbedingungen und empirisch erwiesene Förderbedarfe spezifischer Lernergruppen. Damit erfüllt die Studie ein wichtiges Merkmal fachdidaktischer Forschung: „Entscheidend ist, das [sic] fachbezogene Lehr- und Lernprozesse in ihren Abläufen, Ergebnissen, Deutungen und Gestaltbarkeit empirisch und am besten live, also in Klassenzimmern etc. untersucht werden.“ (Terhart 2011: 251) Das MobiDic-Projekt...

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