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Forschungsnahes Lehren und Lernen in der Lehrer*innenbildung

Forschungsmethodische Zugänge und Modelle zur Umsetzung

Edited By Mandy Schiefner-Rohs, Gianpiero Favella and Anna-Christin Herrmann

Das Thema des forschungsnahen Lehrens und Lernens ist vor allem durch bildungspolitische Notwendigkeiten der letzten Jahre stärker in den Blick der Hochschulpraxis geraten. Die Lehrer*innenbildung kann diesbezüglich jedoch auf eine lange Tradition zurückschauen. Dieser Herausgeberband möchte die Themenbereiche schulpädagogische Forschungsperspektive und hochschuldidaktische Umsetzungsformen verbinden und richtet sich an Lehrende und Forschende in der Lehrer*innenbildung. Die Publikation unternimmt den Versuch, ebenso Forschungszugänge wie auch hochschuldidaktische Konstruktionen des forschenden Lernens vorzustellen und problemorientiert einzuordnen. Außerdem werden konzeptionelle Entwicklungslinien und fachdidaktische Zugänge abgesteckt. Dabei kommen nationale wie auch internationale Stimmen zu Wort.

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Zur universitären Anbahnung stellvertretender Krisenbewältigung: Eine Kritik des Forschendes Lernens im Lehramtsstudium

Zur universitären Anbahnung stellvertretender Krisenbewältigung

Eine Kritik des Forschendes Lernens im Lehramtsstudium1

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Marion Pollmanns

Zusammenfassung

Im Zentrum steht die Frage, inwiefern zu Recht gefordert wird, universitäre Lehrerbildung solle dem Konzept des Forschenden Lernens folgen. Dabei wird Oevermanns strukturtheoretisches Modell der Professionalität zugrunde gelegt, anhand dessen Gemeinsamkeiten und Unterschiede des professionellen Handelns von Lehrpersonen und von Wissenschaftlern bestimmt werden. Mit Bezug auf die an einem Fall aufgezeigte Aufgabe des Unterrichtens und in der Kritik zweier Spielarten des Konzepts Forschenden Lernens wird für ein Lehramtsstudium als Mittun an der erkenntniskritischen Erschließung der Wirklichkeit plädiert.



Abstract

Should university teacher education follow the concept of „Forschendes Lernen“? The article will answer this question starting out from Oevermann’s model of professionalism and identifying similarities and differences in the professionalization of teachers and scientists. It is argued, that university teacher education must mean participation in research.

Mit dem von ihm entwickelten „Konzept des Forschenden Lernens“ versuchte der in der Bundesassistentenkonferenz (BAK) organisierte wissenschaftliche Nachwuchs 1970 die Universität an ihre Idee zu erinnern: Mit Forschendem Lernen sei der Auftrag der Universität zu erfüllen, das „Studium als Einheit von Lernen und Forschen“ (BAK, 1970, S. 7) anzulegen. Es hieß:

„Wenn Wissenschaft ein Vollzug ist, dann muß [sic!] wissenschaftliche Ausbildung Teilnahme an diesem Vollzug, also dem Erkenntnisprozeß [sic!], mindestens aber Nachvollzug, nie jedoch bloße Übernahme vorliegender Ergebnisse sein“ (ebd., S. 9).

Ein solches Teilnehmen knüpft Ludwig Huber, einer der Autoren des 1970er-Papiers, in jüngerer...

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