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Schriftsprachliche Positionierungen

Eine pragmalinguistische Untersuchung historischer Paratexte

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Jessica Weidenhöffer

Das Buch liefert ein Modell für die Analyse schriftbasierter Positionierungen. Am Beispiel von Englischlehrwerken, die in der Zeit von 1760 bis 1841 für Sprecher/-innen des Deutschen erschienen sind, werden Handlungsoptionen der Produzierenden vorgestellt. Positionierungen zeigen sich in Form sprachlicher und typographischer Verfahren zur Signalisierung, Anbahnung und Aufrechterhaltung eines produzenten- und publikumsseitigen Engagements. Zudem umfassen sie Prozesse der Verortung von Personen im sozialen Gefüge und den Einsatz argumentativer Muster zur Kauf- und Nutzenüberzeugung. Die Positionierungsanalyse gibt Einblick in Sichtweisen, die im historischen Kulturraum Englischunterricht dominant waren und teils heute noch kommuniziert werden.

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3 Korpus und Methode

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Das Untersuchungskorpus setzt sich aus 761 Einzeltexten zusammen, die zu 290 verschiedenen Lehrbüchern gehören und in den Jahren 1760 bis 1841 an mehreren Orten im deutschen Sprachraum, in Großbritannien und Nordamerika erschienen sind. An ihrem Beispiel werden Möglichkeiten der linguistischen Untersuchung schriftsprachlicher Positionierungen aufgezeigt. Bevor dies geschieht, stehen auf den folgenden Seiten zunächst Aspekte des methodischen Vorgehens im Rahmen der Korpuserstellung und Quellenerschließung im Vordergrund. Hiernach wendet sich die Darstellung der weiteren Konturierung der Untersuchungsgrundlage zu. Nachdem bereits wesentliche Merkmale von Lehrbüchern vorgestellt worden sind, geht es nun um die Präsentation spezifischer Eigenschaften der gesammelten Quellen, ihrer zeitlichen und räumlichen Verortung sowie ihrer Zugehörigkeit zu Medienverbünden und Lehrbuchtypen. Am Ende dieses Kapitels werden Merkmale der drei Paratextsorten Titel, Widmung und Vorrede skizziert.

3.1 Kriterien der Korpuserstellung

Um sich nicht dem möglichen Vorwurf auszusetzen, dass die Vorstellung der Quellen, wie in anderen Fällen „auf der Ebene der bloßen Nennung der ausgewählten Elemente [verbleibt], ohne diese Auswahl nachvollziehbar zu begründen“ (Kiesendahl 2014: 23), sollen zunächst die wesentlichen Gütekriterien vorgestellt werden, die entscheidend für die systematische, merkmalsfokussierte Selektion der Texte waren.

1. Thematisch-funktionaler Bezug: Das Lehrwerk behandelt die englische Sprache bzw. durch das Lehrwerk wurden Kenntnisse über die englische Sprache vermittelt.

2. Zeitlicher Bezug: Das Werk wurde im Untersuchungszeitraum publiziert.

3. Diskursiver Bezug: Beteiligte stuften die Textsammlung als Englischlern- und -lehrmedium ein...

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