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Literarisches Lernen mit Medienverbünden für Kinder und Jugendliche

Abenteuer/«âventiure» als narrativer Zugang in Theorie und Praxis

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Edited By Karla Müller and Andrea Sieber

Das populäre Abenteuer-Narrativ mit seinem typischen Handlungsverlauf ist nicht nur in der Kinder- und Jugendliteratur weit verbreitet, sondern auch in Medienverbünden, multimedialen Formaten oder Computerspielen. Zudem hat es eine lange Geschichte, wie schon der âventiure-Begriff zeigt. Dieser eignet sich daher ideal für den Brückenschlag zwischen Mittelalter und Moderne und eröffnet neue Potentiale für literarisches Lernen. Der vorliegende Band bietet theoretische Grundlagen und praktische Beispiele für alle Schulstufen u.a. zu: Kirsten Boies Der kleine Ritter Trenk, Michael Endes Jim Knopf und Die unendliche Geschichte, Felicitas Hoppes Iwein Löwenritter, Nils Mohls Stadtrandritter, Superhelden-Comics, Gamebooks, Computerspielserien mit Mittelalterbezug und mittelalterliche Artusromane.

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Abenteuerlich (und) intermedial. Zur Medienverbunddidaktik und zu Lernchancen des seriell verfilmten Mittelalterromans Der kleine Ritter Trenk von Kirsten Boie (Iris Kruse)

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Iris Kruse

Abenteuerlich (und) intermedial. Zur Medienverbunddidaktik und zu Lernchancen des seriell verfilmten Mittelalterromans Der kleine Ritter Trenk von Kirsten Boie

I. Einleitung

Literaturdidaktische Perspektiven auf das Abenteuer-Schema zu richten, bedeutet im Paradigma einer erfahrungsorientieren Didaktik in der Medienkultur auch, Perspektiven auf Formen populären und nicht selten auch trivialisierenden Erzählens zu richten. Kinderliteratur, die dem Abenteuer-Schema folgt, scheint prädestiniert zu sein für eine Mehrfachverwendung im sogenannten Medienverbund und mithin für Adaptionen der Erzählung des Ausgangsmediums in andere Erzählmedien wie das Hörspiel, den Film, die App oder auch in andere oftmals hybride Erzählformen des Internets. Nicht ausnahmslos, aber durchaus noch in den meisten Fällen, ist die schriftlich erzählende Buchfassung einer kinderliterarischen Geschichte das Ausgangsmedium, das zeitlich den Adaptionen in andere Erzählmodalitäten vorausgeht. Neben hoch anspruchsvollen Adaptionen, die die Möglichkeiten der je eigenen Erzählmodalitäten des jeweiligen Mediums virtuos und für die Rezeption herausfordernd nutzen, finden sich hier auch solche, die die literarische Ausgangsnarration beklagenswert verflachen. Oft sind es gerade die Überführungen in Fernsehformate, die sich durch eine gestalterische und erzählerische Anpassung an den (vermeintlichen) Geschmack der Massen auszeichnen. Zu denken ist hier beispielsweise an serielle Zeichentrick- und Animeformate des Kinderfernsehens zu kinderliterarischen Buchklassikern, die bunt, schnell, actionhaltig und auf Teufel-komm-raus komisch werden. Wenn die Ausläufer von Jim Knopf, Peter Pan oder Timm Thaler ins Serienfernsehen zur Rede stehen, führt es gewiss nicht zu weit, hier...

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