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Professionalisierung im Lehramtsstudium Deutsch

Überzeugungen, Wissen, Defragmentierung

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Edited By Nicole Masanek and Jörg Kilian

Die auch in der Deutschdidaktik oft formulierte Klage einer Fragmentierung des Wissens in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung bedarf vor dem Hintergrund des Professionalisierungsgedankens einer neuen, auch kritischen Betrachtung. Das Buch lädt dazu ein, indem es Beiträge versammelt, die die Kategorien Überzeugungen, Wissen und Defragmentierung als Facetten der professionellen Kompetenz beleuchten: Welches Wissen sollten angehende Deutschlehrerinnen und -lehrer bereits in der ersten Phase der Lehrerinnen- und Lehrerbildung erwerben? In welchem Verhältnis steht das geforderte Wissen zum tatsächlich erworbenen Wissen? Wie können universitäre Lerngelegenheiten gestaltet sein, die zwischen theoretischer Durchdringung von Fachinhalten und den Anforderungen der Praxis vermitteln? Welche Stolpersteine zeigen sich auf dem Weg hin zu einer professionell erzeugten Unterrichtsqualität im Fach Deutsch? Die Autorinnen und Autoren referieren Ansätze, Methoden und Befunde aktueller deutschdidaktischer Forschungsprojekte, die dazu ansetzen, diese Fragen zu beantworten.

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Überzeugungen von Lehrenden zur Bedeutung von Subjektivität in der literaturwissenschaftlichen Lehre (Anett Pollack)

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Anett Pollack

Überzeugungen von Lehrenden zur Bedeutung von Subjektivität in der literaturwissenschaftlichen Lehre

Abstract: This article presents first findings of a research project which focuses on the professional beliefs of literature scientists in academic education. In particular, beliefs on the significance of subjectivity in literary studies will be considered by examining nine interviews. Additionally, the theoretical and methodological assumptions are outlined.

Keywords: berufsbezogene Überzeugungen, Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler, universitäre Lerngelegenheiten, subjektive und objektive Textannäherung durch Studierende

„Alles, was sie nur im Kopf haben, wird wie ausgelöscht, wenn sie dann die Sekundärliteratur lesen.“

1 Überzeugungen der fachwissenschaftlich Lehrenden als Desiderat in der Professionalisierungsforschung

In der Lehrer(bildungs)forschung hat sich die Auseinandersetzung mit den berufsbezogenen Überzeugungen von (angehenden) Lehrerinnen und Lehrern – in der angloamerikanischen Forschung als teacher beliefs geläufig – als fruchtbar erwiesen, da den Überzeugungen ein Einfluss auf das Denken und Handeln zugesprochen wird (vgl. Fives/Buehl 2012, S. 479–481; Pajares 1992, S. 235; Reusser/Pauli 2014, S. 642f.). Neben dem Wissen und Handeln von Lehrpersonen etablierten sich daher auch Überzeugungen, insbesondere hinsichtlich domänenspezifischer Aspekte und Ausformungen, als Gegenstand deutschdidaktischer Forschung (vgl. Lessing-Sattari/Wieser 2018, S. 41). Vorwiegend einem qualitativ-rekonstruktiven Ansatz folgend nehmen entsprechende Forschungsarbeiten individuelle und geteilte Überzeugungen von Deutschlehrerinnen und -lehrern in den Blick, um entweder deren Ausprägungen zu erfassen (z.B. Kunze 2004; Wieser 2008) oder zu rekonstruieren, wie deutschdidaktische Konzepte von den Lehrpersonen wahrgenommen und in die jeweiligen Überzeugungssysteme integriert werden...

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