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Wissen und Überzeugungen von Deutschlehrkräften

Aktuelle Befunde in der deutschdidaktischen Professionsforschung

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Edited By Frederike Schmidt and Kirsten Schindler

In der Deutschdidaktik sind Untersuchungen zu Wissen und Überzeugungen von Lehrkräften mittlerweile ein prominenter Gegenstand. Trotz des deutlich gewachsenen Interesses an der Erforschung von Lehrerprofessionalität ist bislang noch wenig konturiert, wie die etablierten Konstrukte «Wissen» und «Überzeugungen» fachdidaktisch zu profilieren sind. Zugleich besteht Klärungsbedarf, wie die Geltung dieser (potenziell) handlungsrelevanten Konstrukte im unterrichtlichen Handeln einzuordnen ist. Der vorliegende Band stellt diese notwendig zu führenden Diskussionen zur fachspezifischen Konzeptualisierung ins Zentrum. Vor dem Hintergrund aktueller, oftmals empirischer Projekte gehen die Autor*innen der Frage nach, welche Konturen und Herausforderungen in der Erforschung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen und fachspezifischen Überzeugungen von Deutschlehrkräften auszumachen sind.

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Aktuelle Forschung zu Wissen und Überzeugungen von Deutschlehrkräften. Eine Zwischenbilanz: Frederike Schmidt, Kirsten Schindler

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Frederike Schmidt, Kirsten Schindler

Abstract: Research on teachers’ professional knowledge and beliefs has become an established research approach in „Deutschdidaktik“. In this review we discuss the domain specific implications of this fact. In addition, referring to the articles in this volume, we give a comment on future research perspectives.

Dass fachliches und fachdidaktisches Wissen sowie die fachspezifischen Überzeugungen von Lehrenden maßgeblichen Einfluss u. a. auf Unterrichtsgestaltung und den Lernerfolg von Schüler*innen haben, ist in den letzten Jahren ausführlich belegt worden und in der Professionsforschung mittlerweile unbestritten (z. B. Blömeke/Olsen 2019; Coe et al. 2014). Auch in der Deutschdidaktik hat die Lehrer*innenforschung in den letzten Jahren ihren festen Platz gefunden: Dies zeigt sich nicht nur in zahlreichen thematischen Sammelbänden (z. B. Bräuer/Wieser 2015; Dawidowski et al. 2017; Riegler/Weinhold 2018; Zimmermann/Peyer 2016), sondern auch in Zeitschriften (u. a. leseforum 3/2016; leseräume 2016) und Überblicksbeiträgen zur Thematik (z. B. Kämper van-den Boogart 2019; Lessing-Sattari/Wieser 2018). Die Erwartungen an das intensiv bearbeitete Forschungsfeld sind hoch: Schließlich bilden entsprechende Befunde Implikationen über das lehrer*innenseitige Können und zielen damit auf die Qualität der Lehrer*innenbildung (für die internationale Diskussion: Furlong et al. 2011; Grossmann/McDonald 2008; Mayer/Reid 2016). Und nicht zuletzt ist die Rekonstruktion von Facetten der Lehrer*innenprofessionalität für die Implementation fachdidaktischer Innovationen resp. domänenspezifischer Wissensbestände von zentraler Bedeutung.

Nach einer ersten großen Phase der Etablierung gilt es daher...

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