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Wissen und Überzeugungen von Deutschlehrkräften

Aktuelle Befunde in der deutschdidaktischen Professionsforschung

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Edited By Frederike Schmidt and Kirsten Schindler

In der Deutschdidaktik sind Untersuchungen zu Wissen und Überzeugungen von Lehrkräften mittlerweile ein prominenter Gegenstand. Trotz des deutlich gewachsenen Interesses an der Erforschung von Lehrerprofessionalität ist bislang noch wenig konturiert, wie die etablierten Konstrukte «Wissen» und «Überzeugungen» fachdidaktisch zu profilieren sind. Zugleich besteht Klärungsbedarf, wie die Geltung dieser (potenziell) handlungsrelevanten Konstrukte im unterrichtlichen Handeln einzuordnen ist. Der vorliegende Band stellt diese notwendig zu führenden Diskussionen zur fachspezifischen Konzeptualisierung ins Zentrum. Vor dem Hintergrund aktueller, oftmals empirischer Projekte gehen die Autor*innen der Frage nach, welche Konturen und Herausforderungen in der Erforschung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen und fachspezifischen Überzeugungen von Deutschlehrkräften auszumachen sind.

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Literarische Deutungsmuster und ihr Einfluss auf Subjektive Theorien und Unterrichtshandeln bei Deutschlehrkräften: Anna Rebecca Hoffmann, Angelika Ruth Stolle

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Anna Rebecca Hoffmann, Angelika Ruth Stolle

Abstract: Empirical studies in the field of literary education and teachers’ professionalism have so far primarily focused either on attitudinal dispositions that are far from action or exclusively on teaching. In the context of the DFG project “The Co-Construction of Attitudes and Beliefs about Literature (among German Senior High School Students)” we include both areas by examining the coherencies between literary interpretive patterns and beliefs, subjective theories and teaching practices. For this purpose, we start at the well-founded assumption that the literary interpretive beliefs, which are internalised as implicit knowledge structures by socialisation processes, generate or prefigure convictions and teaching actions. In order to research these coherencies, narrative interviews (literary beliefs) and guided problem-oriented interviews (subjective theories) were conducted with seven teachers, and lessons on teaching literature were captured on film (action).

Studien in der Lehrer*innenforschung nehmen bisher lediglich eine der im Titel genannten drei Ebenen – Deutungsmuster, Subjektive Theorien oder Unterrichtshandeln – als Untersuchungsgegenstand in den Blick, die nach Neuweg (2011) jeweils unterschiedlichen Bereichen des Wissens zugeordnet werden können (dazu detailliert Stolle 2017). Insbesondere ein Großteil der deutschdidaktischen Studien zielt auf eine manifeste Sinn- bzw. Wissensebene und wertet vornehmlich explizite Verbalisierungen mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse aus. Doch ein Großteil des Wissens ist implizit und kann von den Subjekten daher nicht reflektiert und demzufolge auch nicht verbalisiert werden, weshalb standardisierte Erhebungsmethoden zur Erfassung dieser latenten Sinnstrukturen nutzlos sind (Neuweg 2011). So wurden in zahlreichen Studien vornehmlich manifeste...

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