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Wissen und Überzeugungen von Deutschlehrkräften

Aktuelle Befunde in der deutschdidaktischen Professionsforschung

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Edited By Frederike Schmidt and Kirsten Schindler

In der Deutschdidaktik sind Untersuchungen zu Wissen und Überzeugungen von Lehrkräften mittlerweile ein prominenter Gegenstand. Trotz des deutlich gewachsenen Interesses an der Erforschung von Lehrerprofessionalität ist bislang noch wenig konturiert, wie die etablierten Konstrukte «Wissen» und «Überzeugungen» fachdidaktisch zu profilieren sind. Zugleich besteht Klärungsbedarf, wie die Geltung dieser (potenziell) handlungsrelevanten Konstrukte im unterrichtlichen Handeln einzuordnen ist. Der vorliegende Band stellt diese notwendig zu führenden Diskussionen zur fachspezifischen Konzeptualisierung ins Zentrum. Vor dem Hintergrund aktueller, oftmals empirischer Projekte gehen die Autor*innen der Frage nach, welche Konturen und Herausforderungen in der Erforschung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen und fachspezifischen Überzeugungen von Deutschlehrkräften auszumachen sind.

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Schreibbezogenes Professionswissen als Voraussetzung für formatives Textfeedback im Deutschunterricht: Anne von Gunten

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Anne von Gunten

Abstract: This article examines what „content knowledge“ and „pedagogical content knowledge“ (Shulman 1986, p. 9; Baumert/Kunter 2011, pp. 35–38) German teachers must have in order to formatively assess student texts in the 2nd cycle (3rd-6th grade). Based on the concept of formative assessment (Black/Wiliam 2012) the focus is on how teachers actually assess texts and how they communicate their assessments in the school text feedback cycle.

Das berufliche Handeln von Lehrpersonen ist erwiesenermaßen einer der wichtigsten Faktoren zur Erklärung von Unterrichtserfolg, daher richtet der Fachdiskurs der letzten Jahre verstärkt seinen Blick auf die Expertise und Qualifizierung von Lehrpersonen (z. B. Baumert/Kunter 2011, S. 29). Welches Wissen genau Lehrpersonen für die Förderung von Lernenden in bestimmten Schulfächern brauchen, ist aber in vielen Fachdisziplinen noch ein Forschungsdesiderat – so auch in der Domäne Schreiben (Sturm et al. 2016, S. 139).

In diesem Beitrag1 wird zunächst das Konzept „formative Beurteilung“ genauer ausgeleuchtet und im Fachdiskurs – auch bezogen auf empirische Daten – verortet. Auf Basis der in der COACTIV-Studie verwendeten Unterscheidung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen (Baumert/Kunter 2011, S. 35–38) wird anschließend skizziert, welches Wissen im formativen Beurteilungs-Zyklus (Schreibunterricht planen – Texte bewerten u. beurteilen – weiteren Unterricht planen) von Lehrpersonen verlangt wird. Abschließend wird auf Desiderate im Fachdiskurs eingegangen.

Aufgrund der Ergebnisse von z. T. großangelegten Studien gilt als gesichert, dass mit Hilfe des assessment for learning (bzw. der formativen Beurteilung) die Leistung...

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