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Wissen und Überzeugungen von Deutschlehrkräften

Aktuelle Befunde in der deutschdidaktischen Professionsforschung

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Edited By Frederike Schmidt and Kirsten Schindler

In der Deutschdidaktik sind Untersuchungen zu Wissen und Überzeugungen von Lehrkräften mittlerweile ein prominenter Gegenstand. Trotz des deutlich gewachsenen Interesses an der Erforschung von Lehrerprofessionalität ist bislang noch wenig konturiert, wie die etablierten Konstrukte «Wissen» und «Überzeugungen» fachdidaktisch zu profilieren sind. Zugleich besteht Klärungsbedarf, wie die Geltung dieser (potenziell) handlungsrelevanten Konstrukte im unterrichtlichen Handeln einzuordnen ist. Der vorliegende Band stellt diese notwendig zu führenden Diskussionen zur fachspezifischen Konzeptualisierung ins Zentrum. Vor dem Hintergrund aktueller, oftmals empirischer Projekte gehen die Autor*innen der Frage nach, welche Konturen und Herausforderungen in der Erforschung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen und fachspezifischen Überzeugungen von Deutschlehrkräften auszumachen sind.

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Überlegungen zur Professionalisierung für unterrichtliche Gesprächsführung – (Wie) Können Lehrkräfte diskurserwerbsförderliches Lehrerhandeln lernen?: Miriam Morek, Vivien Heller

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Miriam Morek, Vivien Heller

Abstract: The article explores how teachers might learn to create classroom interactions that are conducive to pupils’ acquisition of discourse skills (e. g. explaining, reasoning). Drawing on ethnomethodology and research into teacher professionalization, it sketches constitutive features of teachers’ interactional competencies (context-sensitivity, interactivity, routines) and develops seven premises that a professional development programme focussing these competencies should start from.

Unterrichtsgespräche zu initiieren und zu leiten gehört zum Kerngeschäft von Lehrkräften und kann als „core practice“ (Grossman et al. 2009), d. h. als ein im Unterricht hochfrequentes, komplexes und fachübergreifend für das Lernen von Schüler*innen relevantes Element didaktischen Handelns betrachtet werden. Insofern es sich beim Unterrichten um eine ausgesprochen „sprech- und kommunikationsintensive Profession“ handelt (Paul 2018, S. 14), ist es umso erstaunlicher, dass mündliche kommunikative Kompetenzen von Lehrkräften bisher weder in der Forschung zu Lehrerprofessionalität noch in der Lehreraus- und -fortbildung prominentes Thema sind (ebd., S. 14ff.). Dies mag zum einen damit zu tun haben, dass lehrergelenkte Klassengespräche als Form von sog. ‚Frontalunterricht‘ lange Zeit abgelehnt und als ein „möglichst zu vermeidendes Verfahren“ (Pauli/Reusser 2018, S. 365f.) betrachtet wurden. Zum anderen dürften sich in dieser relativen Vernachlässigung auch Annahmen darüber widerspiegeln, wie angehende Lehrkräfte gemeinhin unterrichtliche Kommunikationskompetenz erwerben, nämlich: durch erfahrungsbasiertes Lernen im Modus des ‚learning-by-doing‘, das zudem gespeist ist durch langjähriges Erleben von Unterrichtsgesprächen aus der Schüler*innenrolle während der...

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