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Der neue Begleitband zum Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen

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Edited By Karin Vogt and Jürgen Quetz

Im Jahr 2001 erschien der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR) und hat national und international eine erhebliche Wirkung für das Lehren, Lernen und Beurteilen von Fremdsprachen entfaltet. Im Jahr 2018 (Endfassung 2020, deutsche Übersetzung 2020) erschien der Begleitband zum GeR mit neuen Skalen und Beispieldeskriptoren, der auch eine konzeptionelle Erweiterung darstellt. Die Beitragenden des Sammelbandes diskutieren und illustrieren die zentralen Aspekte des Begleitbandes mit einem Fokus auf dem deutschen Kontext und zeigen Umsetzungsmöglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht auf.

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Einleitung zum Sammelband: Jürgen Quetz und Karin Vogt

Jürgen Quetz und Karin Vogt

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Der Europarat, gegründet 1949, ist eine internationale Organisation, deren Ziel die europäische Integration ist. Man darf ihn nicht verwechseln mit der Europäischen Union und ihrem Europäischen Rat; Mitglied im Europarat sind z.B. auch die Schweiz, Russland, die Türkei. Insgesamt sind es 47 Staaten. Eine wichtige Abteilung des Europarats befasst sich mit kultureller Zusammenarbeit in Europa; diese umfasst auch Sprachenpolitik. Hier geht es nicht nur um den Schutz von in Europa weniger häufig gesprochenen Sprachen; dies ist jedoch ein wichtiges Problem, denn in allen europäischen Ländern gibt es ‚Minderheitssprachen‘ mit offiziellem Status (in Deutschland z.B. Friesisch, Dänisch oder Sorbisch). Der Europarat veröffentlicht aber auch immer wieder sprachenpolitische Dokumente, weil die Verbesserung des Bildungswesens in Europa ebenfalls zu seinen Aufgaben zählt. Das ist ein wichtiges Ziel, weil die zunehmende Migration dazu führt, dass in ganz Europa immer mehr Sprachen gesprochen werden.

Der Europarat veröffentlicht nicht nur unverbindliche Postulate, sondern versucht immer wieder, auf einer ganz pragmatischen Ebene aufzuzeigen, welche Kompetenzen in verschiedenen Kontexten erforderlich sind, z.B. bei Migration in ein anderes europäisches Land oder beim Fremdsprachenunterricht im öffentlichen Bildungswesen.

Die ersten ambitionierten Dokumente waren 1974/75 Threshold Level English, dem 1976 Un Niveau-Seuil und Kontaktschwelle Deutsch folgten. In diesen Dokumenten versuchten Linguisten wie Jan van Ek und David Wilkins für Englisch, Daniel Coste für Französisch, Markus Baldegger, Günther Schneider und andere für Deutsch als Fremdsprache eine Kompetenzstufe zu umreißen,...

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