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Aktienanalysten und Ratingagenturen – - Wer überwacht die Überwacher?

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Dirk Reidenbach

Aktienanalysten und Ratingagenturen sind Informationsintermediäre des Kapitalmarktes. Diese Arbeit untersucht, welchen Beitrag diese Marktteilnehmer zur Corporate Governance leisten können. Aber handeln die Überwacher auch interssenkonfliktfrei und rational, oder bedürfen sie selbst der Überwachung? Ausgehend von einer umfassenden Analyse potentieller und tatsächlich aufgetretener Unregelmäßigkeiten erarbeitet der Autor Mittel und Wege, ihre Rolle für den Kapitalmarkt zu sichern.

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Einleitung

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Die vorliegende Untersuchung läßt sich zumindest in ihrem Ausgangspunkt der Literatur aus dem Bereich Corporate Governance zuordnen, wenngleich aus ei- nem für das deutsche juristische Schrifttum bislang eher seltenen Blickwinkel. Der Begriff Corporate Governance bezeichnet ein System, nach dem Gesell- schaften gelenkt und überwacht werden'. Die Notwendigkeit dieser Lenkung und Überwachung fußt auf der Erkenntnis, daß es vor allem in größeren Kapi- talgesellschaften bei breiter Streuung der Anteile und dem daraus resultierendem Machtzuwachs beim Management' aufgrund der Trennung von Eigentum und Leitung des Unternehmens zu Interessenkonflikten kommen kann'. Solche Kon- flikte treten auf, wenn sich der Geschäftsleiter weniger dem Unternehmensinter- esse verpflichtet sieht als dem eigenen Wohlergehen (bezeichnet als Principal- Agent Problem)4. Wie die gegenläufigen Interessen auf das Unternehmens- beziehungsweise Aktionärsinteresse ausgerichtet werden können, ist Gegenstand einer breiten Diskussion. Dem üblichen Verständnis der Corporate Governance entsprechend' betrachtet diese Arbeit vornehmlich große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften. Bei diesen geht es sowohl um interne Vorkehrungen der Gesellschaften als auch um die Überwachung der Geschäftsleitung durch Marktkräfte'. Terminologisch kann man zwischen interner und externer Corpo- rate Governance unterscheiden'. Die gebräuchlichen Anglizismen sind „Insider- Control" und „Outsider-Control". Im Zusammenhang mit der internen Corporate Governance, die nach deutschem Verständnis auch als die eigentliche, enge Form der Corporate Governance angesehen wird, werden regelmäßig die Füh- rungs- und Überwachungsstrukturen der Gesellschaft diskutiert, etwa im Kon- text eines ein- oder zweigliedrigen Leitungsorgans'. Diese Diskussionsebene wird in der vorliegenden Arbeit jedoch fast vollständig...

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