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Aktienanalysten und Ratingagenturen – - Wer überwacht die Überwacher?

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Dirk Reidenbach

Aktienanalysten und Ratingagenturen sind Informationsintermediäre des Kapitalmarktes. Diese Arbeit untersucht, welchen Beitrag diese Marktteilnehmer zur Corporate Governance leisten können. Aber handeln die Überwacher auch interssenkonfliktfrei und rational, oder bedürfen sie selbst der Überwachung? Ausgehend von einer umfassenden Analyse potentieller und tatsächlich aufgetretener Unregelmäßigkeiten erarbeitet der Autor Mittel und Wege, ihre Rolle für den Kapitalmarkt zu sichern.

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4. Kapitel : Schlußfolgerungen

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Dieser Arbeit war die These vorangestellt, daß Aktienanalysten und Rating- agenturen eine wichtige Rolle bei der externen Kontrolle von Unternehmen spielen können. Wegen dieser Ausgangslage ist diese Untersuchung thematisch der Corporate Governance-Diskussion zuzuordnen. Anders als die in Deutsch- land bereits Bibliotheken füllenden Ausführungen zur internen Corporate Go- vernance wendete sich diese Arbeit jedoch der Kontrolle durch Marktkräfte, also der externen Corporate Governance, zu. Mit Aktienanalysten und Ratingagentu- ren wurden Marktteilnehmer betrachtet, deren Bedeutung in Deutschland stetig wächst. Diese Bedeutung wurde, abgesehen von Ausführungen zu juristischen Einzelfragen, bisher von der juristischen Literatur weitgehend ignoriert und an- deren Fachrichtungen überlassen. Eine der wachsenden Relevanz Rechnung tra- gende Gesamtschau fehlte bisher. Sie wurde hier geliefert. Im einleitenden ersten Kapitel wurde die grundsätzliche Bedeutung von Aktien- analysten und Ratingagenturen als Intermediäre des Kapitalmarktes aufgezeigt. Es wurde deutlich, daß ihnen sowohl aus Sicht der Anleger („screening" und „delegated monitoring") als auch der Emittenten („signalling") bedeutende Funktionen zukommen. Sie können beim Abbau von Informationsasymmetrien helfen und zur effizienten Allokation von Ressourcen beitragen. Dies gilt selbst wenn man von Informationseffizienz der Kapitalmärkte ausgeht. Die Arbeit von Intermediären kann einerseits Agency-Kosten senken. Anderer- seits verursacht sie selbst Kosten. Durch neue Informationswege, veränderte Unternehmensfinanzierung und kostengünstigeren Wertpapierhandel ist die Nachfrage nach Informationsintermediären teils zurückgegangen (Disinterme- diation). Neue Finanzierungsformen und ein Übermaß an Informationen haben hingegen auch einen neuen Bedarf an Intermediären geschaffen (Reintermedia- tion). Aktienanalysten und Ratingagenturen ist gemein, daß sie mit Informatio-...

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