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Sprechen und Vortragen lernen im Fremdsprachenunterricht

Interpretativ, kreativ und ganzheitlich mit Gedichten

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Anke Stöver-Blahak

In dieser empirischen Arbeit geht es um die Evaluierung von Methoden der Ästhetischen Kommunikation im Fremdsprachenunterricht. Konkret untersucht wird die Entwicklung der Sprech- und Vortragskompetenz von sieben Probandinnen und Probanden eines Sprachkurses Deutsch als Fremdsprache, die sie während eines Semesters entwickeln, während sie die Sprechfassung eines Gedichtes erarbeiten. Das Forschungsprojekt folgt dabei einem qualitativen Ansatz und ist dem Bereich der action research zuzuordnen. Im Ergebnis kann die Autorin deutliche Entwicklungen der individuellen Sprech- und Vortragskompetenzen nachweisen. Sie zeigt somit, dass kreative, ganzheitliche Methoden der ästhetischen Kommunikation sinnvoll im Fremdsprachenunterricht einzusetzen sind und der Referenzrahmen in diesem Bereich ausdifferenziert werden könnte.

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8 Fazit

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Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit war, ob durch Methoden der Ästheti- schen Kommunikation Kompetenzen im Bereich Sprechen und Vortragen im Fremdsprachenunterricht vermittelt und/oder verbessert werden können und da- durch die festgestellte Lücke zwischen Phonetikunterricht und inhaltlich orien- tiertem Präsentationstraining gefüllt werden kann. Dazu wurden in einem DaF- Kurs am Fachsprachenzentrum einer Universität in einer Longitudinalstudie Daten erhoben und ausgewertet. Die Studie zeigt, dass bei allen ProbandInnen durch die Erarbeitung der Sprechfassung eines Gedichtes tatsächlich eine deutliche Entwicklung ihrer höchst individuellen Sprech- und Vortragskompetenzen zu beobachten ist. Im abschließenden Fazit soll auf die drei wichtigsten Blöcke dieser Arbeit einge- gangen werden: die theoretischen Überlegungen, die Methodologie und die di- daktischen Implikationen. Dabei soll aufgezeigt werden, welche Folgen aus den Ergebnissen für die Fremdsprachendidaktik abgeleitet werden können. Basierend auf einer konstruktivistischen Auffassung des Lehrens und Ler- nens wurde in der Arbeit ein Bild des Fremdsprachenunterrichts entworfen, das neben der Dimension der Kognition ebenfalls und gleichberechtigt die Bereiche der Emotionalität, der Leiblichkeit/Körperlichkeit und der Sozialität umfasst. Im Zentrum des Unterrichts steht neben diesen vier Grundelementen das Prinzip der Autonomie, das sich in erster Linie auf den ´autonomen Lerner` bezieht, der von einem autonomen Lehrer in einer reichen Lernumgebung unterrichtet wird. Darauf aufbauend wurde beispielhaft der Vorgang des Sprechens und Vor- tragens in der Fremdsprache Deutsch in ausgewählten Aspekten untersucht – Übertragungen in andere Fremdsprachen sind wünschenswert und ggf. in Theo- rie und Praxis zu überprüfen. Dabei war...

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