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Das Lesebuch als Bildungsmedium

Vorträge des Giessener Symposiums zur Lesebuchforschung

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Edited By Christian Dawidowski and Swantje Ehlers

Der Band versammelt Perspektiven der aktuellen Lesebuchforschung in der Deutschdidaktik. Dabei geht es sowohl um die historische und vergleichende Lesebuchforschung wie auch um die Nutzung und Analyse von Lehrwerken im kompetenzorientierten Deutschunterricht. Im Rückblick auf Lesebücher des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird vor allem deren Funktion als Sozialisationsinstrument deutlich, wobei vergleichende Analysen mit gegenwärtigen Lehrwerken Einblicke in die Funktion von Textauswahl, Design und Aufgabenformulierungen zulassen, u.a. mit Analysen des Lesebuch der NS-Zeit und der 1950er Jahre, mit Längs- und Querschnitten zur interkulturellen Dimension von Lesebüchern und zur Lyrik im Lesebuch, mit Erhebungen zum Gebrauch von Lesebüchern durch Lehrkräfte oder mit Ausblicken in die digitale Lernumgebung der Zukunft.

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Lernmedien und Aufgabenformate im Literaturunterricht der Sekundarstufe I – Ausgewählte Ergebnisse eines Forschungsprojektes. Anja Ballis und Désirée-Kathrin Gaebert

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Lernmedien und Aufgabenformate im Literaturunterricht der Sekundarstufe I – Ausgewählte Ergebnisse eines For- schungsprojektes Anja Ballis und Désirée-Kathrin Gaebert 1. Lernmedien und Aufgabenformate im Kontext der Unterrichts- forschung Unter dem nachhaltigen Eindruck der nationalen und internationalen Schulleis- tungsstudien sind unter anderem die Aufgabenformate in den Fokus der fachdi- daktischen und erziehungswissenschaftlichen Forschung gerückt. Dem Vorwurf, die Aufgabenformate an deutschen Schulen seien anregungsarm und methodisch monoton, ist in den letzten Jahren fachbezogen oder lernbereichsbezogen von Seiten der Fachdidaktiken und der Erziehungswissenschaft nachgegangen wor- den. So kommt Marc Kleinknecht (2010, S. 130 f.) in seiner Interview- und Vi- deostudie für die Fächer(gruppen) Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre1 an der Schulform Hauptschule zu dem Ergebnis, dass das Unterrichtsgespräch mit 41% die häufigste Sozialform ist (Einzelarbeit 15%, Partnerarbeit 9%). In Bezug auf die Aufgabenkomplexität zeigt sich ein über- wiegend reproduktives bzw. schrittweises Ausführen von eng geführten Aufga- benformaten. Das selbstständige Ausführen oder Problemlösen kommt in den Unterrichtsstunden kaum vor. Insgesamt nimmt das Unterrichtsgespräch in den ausgewerteten Schulstunden eine zentrale Stellung ein. Der Unterricht ist vor- wiegend lehrerzentriert, die Schülerinnen und Schüler arbeiten überwiegend kleinschrittig und kaum eigenständig. Differenzierungen werden selten vorge- nommen. Eine Diskussion ist nur in wenigen Stunden kurz, ausführlich nie Teil der Stunde. Als „Optimalstunde“ mit inhaltlich-strukturierenden Merkmalen, kognitiv aktivierende Aufgaben und hohen Transferleistungen werden elf von 40 aufgezeichneten Stunden eingeordnet (vgl. Kleinknecht 2010, S. 157 f.). Insbesondere für leistungsschwächere Lerngruppen...

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