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Unbegrenzt

Literatur und interkulturelle Erfahrung

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Edited By Michael Hofmann

Interkulturalität ist ein Paradigma, das in den letzten Jahren immer mehr an Aktualität gewonnen hat. Rüdiger Sareika hat während seiner Arbeit an der Evangelischen Akademie Schwerte-Villigst dieses Thema in innovativer und engagierter Weise in die Diskussion gebracht und unzählige Anregungen vermittelt – und dies vor vielen anderen. Dieser Band verdeutlicht mit vielen Beiträgen namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Partnerinnen und Partner der Arbeit Rüdiger Sareikas waren, den Stellenwert interkultureller Erfahrung für die deutsche Literatur und für die aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche und auch kulturpolitische Diskussion.

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Attraktion und Irritation. Deutsche Sonderwege in der wundersamen Welt der ‚anderen‘ Weltliteratur: Peter Ripken

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236 Daniel Gad Zivilgesellschaft zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005) in und durch Deutschland, Bonn 2009. Attraktion und Irritation. Deutsche Sonderwege in der wundersamen Welt der ‚anderen‘ Weltliteratur Peter Ripken (kein interkultureller Germanist, sondern eher ein Literaturbetriebs- wirt) Die Weltliteratur ist wie ein Meer, das von vielen kleinen Flüssen gespeist wird. Ohne diese Flüsse würde das Meer austrocknen. Aber viele dieser kleinen Flüsse sind unbekannt. Wenn wir also wirklich einen kulturellen Dialog wollen, können wir nicht länger hinnehmen, dass in vielen Gesellschaften immer noch Staudämme ge- gen die Flüsse aus Afrika, Asien und Lateinamerika fortbestehen. (René Philombe)1 Das Meer, von dem Philombe gesprochen hat: damit lassen sich einige Assozia- tionen verbinden, die direkt zu unserem Thema führen. Ein Begriff ist: Flaschenpost – es geht um gelegentliche literarische Entde- ckungen überraschender Art einer „anderen“ Weltliteratur (dieser Slogan stammt in diesem Zusammenhang vom Unionsverlag, Zürich, einem Verlag, der systematische Autorenpflege von wichtigen Autorinnen und Autoren aus der arabischen Welt und Asien betreibt). Flaschenpost, das waren z.B. literarische Botschaften von Inseln, bei denen es sich um erste Übersetzungen handelt: Axel Gauvin (Réunion) mit „Kindheitshunger“ (Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1995), Yanick Lahens (Haiti) mit „Tanz der Ahnen“ (rotpunkt, Zürich 2004), Barlen Pyamootoo (Mauritius) mit dem Roman „Benares“ (Kunstmann, Mün- chen 2004), Emile Ollivier (Haiti) mit „Seid gegrüßt ihr Winde“ (rotpunkt, Zü- rich 1999). Eine „andere Weltliteratur“, das ist hier einfach Literatur aus kultu- rellen Regionen...

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