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Kritische Betrachtungen über Reklame

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Klaus Rodax

«Es ist die absolute Unwahrheit, wenn behauptet wird: «Die Reklame lenkt den Verbrauch zu jenen Waren, von denen sich die Kundschaft die meiste Freude verspricht». Tatsächlich lenkt aber die Reklame den Verbrauch zu jenen Waren, deren Absatz dem Verkäufer den größten Profit bringt; dazu suggeriert man dem Käufer, daß er größere Freude an dieser Ware haben werde – «man bringt ihn dazu, zu glauben ...»» (Theodor Geiger).

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Vorwort

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Der Titel dieses Buches sagt, was der Leser erwarten kann und was er nicht erwarten darf. Es ist kein Lehrbuch für die Technik der Reklame, auch keine Gesamtdarstellung ihrer ökonomischen Probleme. Das The- ma wird in einzelnen, lose gruppierten Abschnitten kritisch beleuchtet. Systematische Vollständigkeit ist nicht erstrebt; doch hoffe ich, daß man keine Stellungnahme zu einem Zug der Reklame, der von allgemeineren Gesichtspunkten her wesentlich ist, vermißt. Der kritische Grundton ist nicht gerade geeignet, sich Freunde in- nerhalb der Reklame treibenden Geschäftswelt zu machen, und na- mentlich nicht innerhalb der Werbebranche. Aber der Außenstehen- de wird unweigerlich in eine kritische Haltung gedrängt, sowohl der Reklame selbst gegenüber als auch gegenüber der Literatur über sie. Der größte Teil dessen, was über Reklame geschrieben ist, stammt von Autoren, deren Existenz ganz oder teilweise damit verbunden ist. Als Verfasser von Lehrbüchern über die Reklame besitzen sie ei- ne überlegene Kenntnis von deren Technik; aber ihre theoretischen und gesellschaftspolitischen Meinungen über die Reklame sind allzu deutlich dadurch geprägt, daß der Gegenstand der Betrachtung ihr Beruf ist. – Die große Anzahl der Hinweise scheint vielleicht im Widerspruch zu dieser wenig günstigen Bewertung der Literatur zu stehen. Die Sa- che ist jedoch die, daß ich nicht in erster Linie eine wissenschaftli- che Auseinandersetzung mit vorgebrachten Theorien bezwecke, son- dern eine Beleuchtung und Kritik der im Wirtschaftsleben herrschen- den Reklamementalität; diese kommt gerade bei Verfassern zweiten und dritten Ranges zum Vorschein und äußert...

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