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Jüdische Lebenswelten

Von der Antike bis zur Gegenwart

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Edited By Ernst Baltrusch and Uwe Puschner

Dieses Buch stellt die Vielfalt jüdischen Lebens in Europa von der Antike bis zur Gegenwart dar. Ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Judaistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Katholischer Theologie beschreiben und untersuchen, wie sich Juden und jüdische Gemeinschaften in einer fremden Umwelt behaupteten: Wie sie sich in die sie umgebende Gesellschaft politisch, wirtschaftlich, kulturell einbringen wollten und konnten, wie sich ihr alltägliches Leben gestaltete, welchen Bedrohungen, Gefahren und Diskriminierungen sie ausgesetzt waren und wie sich der sie umgebende Staat und die nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft positionierten. Um die Vielfalt der jüdischen Lebenswelten ideal präsentieren zu können, ist das Buch chronologisch angelegt. Hierzu gehört auch die singuläre Katastrophe, die Ermordung der europäischen Juden. Das entstandene Panorama jüdischen Lebens in Europa zeigt aber, dass die vielfältige jüdische Geschichte mehr als nur Konflikte, Diskriminierung und Antisemitismus bietet.
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„Ein Weiser nach antikem Zuschnitt“. Lazarus Bendavid (1762-1832)

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Rainer Kampling & René Koch

„Ein Weiser nach antikem Zuschnitt“ Lazarus Bendavid (1762-1832)

Captatio benevolentiae

Warum Lazarus Bendavid als Thema eines Beitrags in diesem Sammelband?1

Ein bescheidenes Argument wäre der Hinweis, dass sich am 18. Oktober 2012 sein Geburtstag zum 250. Male jährte. Trotz dieses Jubiläums gab es keine Festveranstaltung, die seiner gedacht hätte. Anders als manch Anderer, den man zur zweiten Generation der Haskala rechnet, ist Bendavid trotz seiner Berühmtheit zu Lebzeiten heute fast vergessen. Von seinem damaligen hohen Ansehen zeugt auch die Überschrift des Beitrags, die von Heinrich Heine übernommen wurde.2 So würde ihm, von dem Dominique Bourel einmal sagte, dass er und andere der zweiten Generation der Haskala gleichsam als „uneheliche Kinder der Emanzipation“3 – was eben auch heißt: verschwiegene Kinder – gelten, wenigstens auf diese Weise gedacht. Gewiss wäre dies ein nobler Grund, aber wohl kaum ein hinreichender.

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