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Translationswissenschaftliches Kolloquium III

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

Series:

Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra and Monika Krein-Kühle

Mit diesem Band liegt die dritte Ausgabe der Beiträge zum Translationswissenschaftlichen Kolloquium vor. Diese Einrichtung basiert auf der Zusammenarbeit des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim und des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln. Die insgesamt 15 im Band enthaltenen Beiträge gehen auf Vorträge zurück, die von 2010 bis 2013 an beiden Hochschulen gehalten wurden. Sie beziehen sich auf die folgenden Rahmenthemen: 1. Literarisches Übersetzen, 2. Pragmatik und Translation, 3. Translation und Ideologie, 4. Translation und Sprachkontakt, 5. Gerichtsdolmetschen, 6. Interkulturelle Kommunikation sowie 7. Maschinelle Übersetzung.
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Übersetzen mit fatalen Folgen? Geschichte, „Politik“ und Bedingungen des literarischen Übersetzens aus dem Japanischen (Irmela Hijiya-Kirschnereit)

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Irmela Hijiya-Kirschnereit

Übersetzen mit fatalen Folgen? Geschichte, „Politik“ und Bedingungen des literarischen Übersetzens aus dem Japanischen

1 Einleitung

Das Japanische ist bekanntlich die einzige nicht-europäische Sprache, die zwei Literaturnobelpreisträger vorzuweisen hat – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass diese Sprache mit guten oder jedenfalls erfolgreichen Übersetzern gesegnet ist, andernfalls hätte die internationale Gemeinschaft die Werke der Preisträger gar nicht wahrnehmen können.1 Mehr noch, einige Indizien sprechen dafür, dass zumindest im Falle des zweiten japanischen Autors – es handelt sich um Ōe Kenzaburō, der die Auszeichnung 1994 nach seinem Landsmann Kawabata Yasunari, dem Preisträger von 1968, zugesprochen bekam – auch Übersetzungen ins Deutsche und deutschsprachige Informationen der Entscheidung zugrunde gelegen haben dürften. Mit anderen Worten: Auch wenn das Japanische aus der Perspektive europäischer Sprachen besonders distant erscheint, dürfen wir erst einmal zu Recht davon ausgehen, dass es sich übersetzen lässt und auch mit einigem Erfolg übersetzt wird.

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