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Translationswissenschaftliches Kolloquium III

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Edited By Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra and Monika Krein-Kühle

Mit diesem Band liegt die dritte Ausgabe der Beiträge zum Translationswissenschaftlichen Kolloquium vor. Diese Einrichtung basiert auf der Zusammenarbeit des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim und des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln. Die insgesamt 15 im Band enthaltenen Beiträge gehen auf Vorträge zurück, die von 2010 bis 2013 an beiden Hochschulen gehalten wurden. Sie beziehen sich auf die folgenden Rahmenthemen: 1. Literarisches Übersetzen, 2. Pragmatik und Translation, 3. Translation und Ideologie, 4. Translation und Sprachkontakt, 5. Gerichtsdolmetschen, 6. Interkulturelle Kommunikation sowie 7. Maschinelle Übersetzung.
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Dolmetschleistungen als Menschenrecht. Ausgewählte Aspekte des Dolmetschens bei der Polizei (Barbara Ahrens/Sylvia Kalina)

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Barbara Ahrens/Sylvia Kalina

Dolmetschleistungen als Menschenrecht. Ausgewählte Aspekte des Dolmetschens bei der Polizei

1 Der rechtliche Rahmen

Bereits in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) von 1953 sind Rechte von festgenommenen und beschuldigten Personen festgelegt, wozu auch das Recht auf sprachliche Hilfe gehört. In Artikel 5 (Recht auf Freiheit und Sicherheit) heißt es:

„(2) Jeder festgenommenen Person muss unverzüglich in einer ihr verständlichen Sprache mitgeteilt werden, welches die Gründe für ihre Festnahme sind und welche Beschuldigungen gegen sie erhoben werden.“ (EMRK, dt. Fassung 2010)

Artikel 6 der Konvention (Recht auf ein faires Verfahren) besagt:

„(3) Jede angeklagte Person hat mindestens folgende Rechte:

a) innerhalb möglichst kurzer Frist in einer ihr verständlichen Sprache in allen Einzelheiten über Art und Grund der gegen sie erhobenen Beschuldigung unterrichtet zu werden […]“ (EMRK, dt. Fassung 2010)

Im Oktober 1999 beschloss der Europäische Rat von Tampere, diese Vorgaben auf EU-Ebene verbindlich zu erfüllen (vgl. Europäisches Parlament 1999). Dieser Beschluss führte zu gesetzgeberischen Initiativen der Kommission zur Verwirklichung des europäischen Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, wie er im EU-Vertrag vorgesehen ist.1 Die Zielsetzung war, das Vertrauen in die Effizienz und Fairness der Strafrechtssysteme aller Mitgliedstaaten zu stärken.

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