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Die Sorgerechtsregelungen bei Ehescheidung seit 1945

Scheidungsstrafe und verordnete Gemeinsamkeit

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Andreas Köhler

Die geschichtliche Entwicklung der Sorgerechtsregelung bei Ehescheidung war seit 1945 von sechs Reformen geprägt: das Ehegesetz 1946, das Richterrecht 1953 bis 1958, das Gleichberechtigungsgesetz 1957, das Erste Eherechtsreformgesetz 1976, das Sorgerechtsreformgesetz 1979 und das Kindschaftsrechtsreformgesetz 1997. Der Entschließungsprozess des Gesetzgebers, diese Norm in der gewählten Fassung zu verabschieden, wird in diesem Band dargestellt. Ein Schwerpunkt der Untersuchung ist die Auswirkung der Scheidungsschuld auf die Regelung des Sorgerechts und die Frage, ob der Gesetzgeber Überlegungen anstellte, ein gemeinsames Sorgerecht einzuführen. Im Ergebnis hat der Gesetzgeber in dieser Zeit eine Kehrtwende vollzogen. An die Stelle des Entscheidungskriteriums der Scheidungsschuld trat das Kindeswohl, und das Alleinsorgerecht wurde durch den Regelfall des gemeinsamen Sorgerechts ersetzt.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung der Sorgerechtsregelungen bei Ehescheidung seit 1945 – Historische Grundlagen: Motive des BGB 1896 und Ehegesetz 1938 – Das Ehegesetz 1946 – Das Richterrecht – Das Gleichberechtigungsgesetz 1957 – Das Erste Eherechtsreformgesetz 1976 – Das Sorgerechtsreformgesetz 1979 – Das Kindschaftsrechtsreformgesetz 1997 – Motive für die gesetzliche Regelung des Sorgerechts – Analyse der Rechtsprechung.