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Eine Kritik der juristischen Vernunft

Rezeptionsversuche der Negativen Dialektik Adornos für die Dogmatik des Strafrechts

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Vasco Reuss

Die oft bemängelte Unvernunft und Kälte des Rechts, meist unter dem Topos von der Ungerechtigkeit firmierend, sind doch nur seiner spezifischen identifizierenden Vernunft immanent. Mit der dialektischen Vernunftkritik Theodor W. Adornos, wie sie insbesondere in dessen Negativer Dialektik formuliert ist, versucht der Autor in dieser Arbeit diverse Momente der vernünftigen Unvernunft juristischer Rationalität aufzuzeigen. Dies wird anhand geläufiger dogmatischer Probleme aus dem Strafrecht gezeigt, die nach der Meinung des Autors nur Ausdruck der immanenten Unvernunft und der notwendigen Schwäche des juristischen Begriffs, insbesondere der Art seiner notwendig identifizierenden Anwendung sind.
Aus dem Inhalt: Adornos Negative Dialektik – Adornos Verhältnis zum (positiven) Recht – Nichtidentität und juristische Dogmatik – Dogmatische Probleme des Strafrechts: im Bereich objektiver Zurechnung, finaler und kausaler Handlungslehre, der Abgrenzung von Diebstahl und Betrug und im Bereich des Rücktritts vom Versuch – Die Unwahrheit des juristischen Begriffs.