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China im Bild der deutschsprachigen Literatur seit 1989

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Liangliang Zhu

China als Motiv in der deutschsprachigen Literatur kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Die Darstellung Chinas in verschiedenen Epochen hängt jedoch nicht selten eng mit dem Zeitgeist und den historischen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche zusammen. Die Niederschlagung der Studentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking im Juni 1989 und der Fall der Berliner Mauer nur fünf Monate später, gefolgt von der Wiedervereinigung Deutschlands, führten jedoch u.a. dazu, dass deutsche Literaten nun enttäuscht und ernüchtert nach China blickten. In diesem Zusammenhang drängt sich die Frage auf, wie die Volksrepublik in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur, vornehmlich in der Romanliteratur, dargestellt wird. Anhand von acht ausgewählten deutschen Romanen mit China-Motiven, die nach 1989 erschienen sind, soll die aktuelle Darstellung Chinas in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur untersucht werden. Dabei wird den Fragen nachgegangen, warum es so zustande gekommen ist und welche Entwicklungsperspektiven sich daraus ableiten lassen.

INHALTVERZEICHNIS: Forschungsgegenstand, Forschungsstand und Zielsetzung – Theoretische Grundlage – China in der deutschsprachigen Literatur vor 1989 – Tilman Spengler und Die Stirn, die Augen, der Mund – Christian Kracht und 1979 – Rainer Kloubert und Der Quereinsteiger – Tilman Rammstedt und Der Kaiser von China – Stefan Schomann und Letzte Zuflucht Schanghai – Ursula Krechel und Shanghai fern von wo – Sibylle Berg und Der Mann schläft – Silke Scheuermann und Shanghai Performance.